Pflanzenwissen · Art
Die Buriti-Palme ist eine im nördlichen Südamerika vorkommende Palmenart, die von der lokalen Bevölkerung vielfach als Nahrungs- und Nutzpflanze verwendet wird.
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Belege
Mauritia flexuosa var. venezuelana Steyerm., Mauritia minor Burret, Mauritia sagus Schult. & Schult.f., Mauritia setigera Griseb. & H.Wendl.
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Die Buriti-Palme ist eine im nördlichen Südamerika vorkommende Palmenart, die von der lokalen Bevölkerung vielfach als Nahrungs- und Nutzpflanze verwendet wird.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Buriti-Palmen sind große, einzelstämmige diözische Palmen mit handförmig geteilten Blättern. Der Stamm wird bis 25–35 m hoch bei einem Durchmesser von 30 bis 60 cm. Die jüngeren Stammteile sind graugrün bis hellbraun mit dunkleren, welligen Blattnarben in größeren Abständen. Ältere Stammteile werden hellgrau bis fast weiß und sind relativ glatt. Die Krone ist groß und halbkugelig, da die lebenden Blätter kaum unter die Horizontale absinken. Daneben gibt es meist noch einige hängend absterbende und abgestorbene Blätter. Die Blätter sind bis 4,5 m breit. Ihr stängelumfassender und an der Basis rinniger Blattstiel ist bis zu 4 m lang, hellgrün. Die Blätter mit bis 1 Meter langer „Costa“ haben einen halb- oder fächer- bis fast kreisförmigen Umriss und sind in 100–200 oder mehr eingefaltete Segmente geteilt. Diese sind 1–2 Meter lang, schmal und steif, wobei die Spitzen hängen. Die Segmente stehen in unterschiedlichen Winkeln ab und ergeben so ein fiederiges Aussehen des Blattes. Mauritia flexuosa ist zweihäusig diözisch. Die langen Blütenstände sind einzelne holzige Achsen mit röhigen Tragblättern, die zwischen den Blattbasen horizontal abstehen. Ihre Länge beträgt etwa 1,5–2 m oder mehr. An diesen Achsen hängen 30 bis 60 cm lange Seitenachsen herab und bilden eine Art Vorhang. An ihnen befinden sich die eingeschlechtigen, vielen kleinen und orangen Blüten. Jeweils an röhrig verwachsenen Deckblättern stehen die männlichen Blüten in kleinen Kätzchen zusammen und die kleineren weiblichen erscheinen nur bis zu zweit. Die glatten Steinfrüchte in den hängend, dichten und langen Fruchtständen sind bis 5–7 cm lang, kugelig bis ellipsoid oder eiförmig, rötlich-braun und mit leicht überlappenden, kleinen rhomboiden Schuppen besetzt. Im Innern der ledrigen Schale, im relativ dünnen und gelben bis orangen, faserigen Fruchtfleisch sitzt der kugelige, weißfleischige, recht glatte, braune, harte Steinkern mit dünner Samenschale.
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Die Buriti-Palme wird von der lokalen Bevölkerung vielfach genutzt. Die Früchte werden roh gegessen, zu Mehl verarbeitet oder zu alkoholischen Getränken vergoren. Das Öl, das aus den Früchten gepresst wird, hat in Brasilien einige wirtschaftliche Bedeutung. Die Fasern der jungen Blätter werden zu Seilen, Hängematten und anderem verarbeitet. Aus dem Mark der Blattstiele werden Matten und Papier hergestellt. Aus dem Stamm gefällter Bäume werden Wein und Sago-Stärke gewonnen.
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Heimisch
Brasilien, Kolumbien (Amazonas, Arauca, Caquetá, Casanare, Guainía, Guaviare, Meta, Putumayo, Vaupés, Vichada), Departamento del Putumayo: planicie amazónica (Puerto Leguízamo) y Piedemonte (Mocoa), Amazonia colombiana: sur del departamento del Vichada; el suroriente del Meta; todo el territorio de los departamentos de Amazonas, Caquetá, Guainía, Guaviare, Putumayo y Vaupés; la Bota Caucana; y las vertientes amazónicas de Nariño (la parte alta de los ríos Guamuez, Sucio, San Miguel y Aguarico), Parque Nacional Natutral de Amacayacu, ReservaNacional Natural Puinawai, Parque Nacional Natural Cahuinarí
Weitere
Kolumbien (Parque Nacional Natural Tinigua), Caño Cuduyarí, departamento de Vaupés (Amazonia Colombiana), Jardín Botánico de Bogotá, Microcuenca alta de río Tillavá, Tauramena, Ariari-Guyabero, Parque Nacional Natural Serranía de Chiribiquete (PNNSCh), Bolivien, Brazil Northeast, Brazil North, Brazil Southeast, Brazil West-Central
Kolumbien, Ecuador, Französisch-Guayana, Guyana, Peru, Suriname, Trinidad-Tobago, Región: Amazonia; Áreas protegidas: PNN Amacayacu, PNN La Paya, Venezuela, Núcleo Manuelita, Núcleo Unipalma, Departamentos del Caquetá y Guaviare: Parque Nacional Natural Serranía de Chiribiquete, Amazonia nororiental de Colombia, departamento del Guainía, municipio de Inírida.