Pflanzenwissen · Art
Die Abacá, AB, auch Manilafaser, Manilahanf, Bananenhanf oder Musahanf genannt, ist eine in Ostasien heimische Pflanzenart aus der Gattung Bananen (Musa) in der Familie der Bananengewächse (Musaceae).
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Musa abaca Perr., Musa amboinensis Miq., Musa mindanaensis Miq., Musa textilis subsp. amboinensis (Miq.) Baker,
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Die Abacá, AB, auch Manilafaser, Manilahanf, Bananenhanf oder Musahanf genannt, ist eine in Ostasien heimische Pflanzenart aus der Gattung Bananen (Musa) in der Familie der Bananengewächse (Musaceae). Sie wird als Faserpflanze genutzt und findet vor allem Verwendung für die Produktion von salzwasserresistenten Schiffstauen. Die Fasern werden aus den Blattscheiden der Musa textilis gewonnen. Der Name Manilahanf nimmt auf die Hauptstadt der Philippinen als traditionell wichtigsten Ausfuhrhafen Bezug, ist aber insofern irreführend, als die Art nicht zur Gattung Hanf (Cannabis) gehört. Als Faserbanane oder Textilbanane werden neben Abacá auch weitere Faserpflanzen aus der Familie der Bananengewächse bezeichnet.
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Die Abacá erreicht eine Wuchshöhe von 3 bis 8 Metern und einen Durchmesser des Scheinstammes von 12 bis 30 Zentimetern. Der Scheinstamm besteht aus einem weichen Kern, dem eigentlichen Stamm, und bis zu 25 eng darum gewickelte Blattscheiden. Ausgehend von einem flachen Wurzelsystem wachsen pro Einzelpflanze bis zu 25 vertikale Scheinstämme. Die Blattstiele erreichen Längen von 60 bis 70 Zentimetern. Die lang-elliptischen Blattspreiten werden 1,2 bis 2,4 Meter lang und 20 bis 40 Zentimeter breit. Die Blattoberseiten sind kahl und hellgrün gefärbt, die Unterseiten sind mit Flaumhaaren bedeckt und braun gefleckt. Von der sehr kräftigen Mittelrippe der Blätter zweigen parallel verlaufende Seitenadern ab. Der Blütenstand ist lang und hängend mit rotbraunen bis grünen Hochblättern, die eng dachziegelartig angeordnet sind, eine Länge von 10 und eine Breite von 6 Zentimetern haben. An der Unterseite jedes Hochblatts befinden sich 10 bis 12 Blüten in zwei Reihen. Die eingeschlechtigen Blüten sind zygomorph und dreizählig, dabei sind die basalen 3 bis 6 Blüten weiblich und die distalen Blüten männlich. Die Früchte, die botanisch zu den Beeren gehören, sind grün und leicht gebogen. Sie erreichen eine Länge von 5 bis 9 und eine Breite von 2 bis 3 Zentimetern. Sie sind nicht genießbar. In den Beeren entwickeln sich schwarze Samen mit einem Durchmesser von etwa 7 Millimetern. Je nach Sorte beträgt die Lebensdauer zwischen fünf und 25 Jahren, als Faserpflanze genutzt werden Abacapflanzen im Allgemeinen maximal 15 Jahre. Neue Scheinstämme sind nach etwa 18 bis 24 Monaten erntereif, die Ernte erfolgt während der Blüte. Der Chromosomensatz der Abacá beträgt 2n = 20.
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Genutzt werden vor allem die bis zu zwei Meter langen Hartfasern der Abacáblätter. Die Faser ist relativ grob und weist eine hohe Reißfestigkeit von 45 bis 70 cN/tex auf. Zur Gewinnung der Faser, die ebenfalls als Abacá oder Manila bezeichnet wird, werden die Blätter zu Beginn der Blütezeit an der Basis abgeschnitten und entsprechend ihrem Alter und der Qualität geordnet. Dabei enthalten die innersten und damit jüngsten Blattscheiden die weichsten und schwächsten Fasern. Nach dem Entfernen der Blattspreiten werden diese im frischen Zustand in Streifen geschnitten und die Fasern (= Leitbündelscheiden) von Hand oder mit Maschinen herausgelöst. Anschließend werden sie von den fleischigen Teilen der Blattscheide befreit und zum Trocknen und Bleichen an die Sonne gelegt. Danach machen sie nur noch rund 10 % der Blattscheide aus. Für den Transport werden die Fasern zu Ballen gepresst oder – vor allem für die Verarbeitung zu Naturfaser-Verbundwerkstoffen – zu Garn versponnen und auf Garnrollen aufgewickelt. Gute Pflanzungen liefern einen Hektarertrag von etwa 4 Tonnen. Sortenbezeichnungen für Manilahanf sind (von grob bis fein): Bandala, Lupis, Quilot, Tupoz. Die Farbe reicht von weiß über gelblich bis braun. Die Weltproduktion an Abaca-Fasern lag im Jahr 2021 bei 83 500 t, wovon die wirtschaftlich relevanten Anbauländer Philippinen und Ecuador 67 500 bzw. 13 600 t erzeugten. Der Preis für 1 kg Abaca-Fasern liegt (Stand 2023) bei 1,2–2 €.
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Eingeführt
Costa Rica, Guinea (Base-Guinée), Indien, Caroline Is., China South-Central, China Southeast, Andaman Is., Borneo, Myanmar, Nicobar Is., Trinidad-Tobago, Jawa
Weitere
Taiwan, Komoren, Philippinen