Pflanzenwissen · Art
Die Dornige Hauhechel, auch Weiberkrieg, Eindorn oder Katzendorn genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Hauhecheln (Ononis) in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie de…
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Sortenvielfalt
Ononis spinosa subsp. antiquorum
Ononis spinosa subsp. antiquorum (L.) Arcang.Ononis spinosa subsp. arvensis (Linnaeus, 1759) Linnaeus, 1763Ononis spinosa subsp. australis
Ononis spinosa subsp. australis (Širj.) Greuter & BurdetOnonis spinosa subsp. austriaca
Ononis spinosa subsp. austriaca (Beck) GamsOnonis spinosa subsp. diacantha
Ononis spinosa subsp. diacantha (Sieber ex Rchb.) GreuterOnonis spinosa subsp. leiosperma
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Belege
Anonis spinosa (L.) Scop., Bonaga spinosa (L.) Medik.,
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Die Dornige Hauhechel, auch Weiberkrieg, Eindorn oder Katzendorn genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Hauhecheln (Ononis) in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).
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Vegetative Merkmale Die Dornige Hauhechel ist ein winterkahler oder sommergrüner Halbstrauch, der Wuchshöhen von 10 bis 60, selten bis zu 80 Zentimetern erreicht. Es sind kräftige, bis 50 Zentimeter langen Pfahlwurzeln vorhanden. Die liegenden bis aufsteigenden oder meist aufrechten und im unteren Bereich verzweigten Sprossachsen sind am Grund verholzt und im oberen Bereich krautig. Die Sprossachsen sind unterschiedlich dicht behaart und oft drüsig behaart. Die langen oder kurzen Drüsenhaare sind ab der Mitte der Sprossachse meist deutlich zweireihig und gegenüberstehend, selten auch einreihig oder ganz oben allseitig angeordnet. Die Zweige laufen oft in Dornen aus oder sie sind unbewehrt (je nach Unterart). Die oft paarweise stehenden Sprossdornen sind von roter Farbe. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel ist sehr kurz. Die Blattspreiten sind meist dreizählig handförmig gefiedert, am oberen Ende der Zweige auch einfach. Die unterschiedlich behaarten Teilblätter sind in der Form sehr unterschiedlich, beispielsweise bei einer Länge von 1 bis 3 Zentimetern oval und gezähnt oder bei einer Länge von 2 bis 3,5 Millimetern sowie einer Breite von 1 bis 1,5 Millimetern verkehrt-eiförmig, elliptisch, länglich-verkehrt-eiförmig oder fast kreisförmig. Das mittlere Teilblatt ist kurz gestielt und mindestens doppelt, oft drei- bis viermal, so lang wie breit. Das obere Teilblatt ist bei einer Länge von 5 bis 10 Millimetern sowie einer Breite von 3 bis 5 Millimetern länglich-elliptisch mit gerundeter Basis, spitzem oberen Ende und unregelmäßig gesägtem Rand. Die gezähnten Nebenblätter sind kürzer als der Blattstiel und oft mit diesem mehr oder weniger lang verwachsen. Generative Merkmale Die Blütezeit reicht je nach Standort von April bis September. An Kurztrieben befinden sich in den Blattachseln und Zweigenden jeweils ein bis drei Blüten, hierdurch entstehen mäßig dichte traubige Blütenstände mit insgesamt vielen Blüten. Die Tragblätter sind reduziert auf ein Teilblatt. Die kurzen Blütenstiele sind während der Anthese mehr oder weniger aufrecht. Die zwittrige Blüte ist bei einer Länge von 0,6 und 2,2 Zentimetern zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf bei einer Länge von 5 bis 15 Millimetern ist relativ langen Kelchblätter sind auf weniger als der Hälfte ihrer Länge glockenförmig verwachsen. Die Kelchröhre ist 1,5 bis 3,5 Millimeter lang. Die fünf Kelchzähne sind bei einer Länge von 3 bis 12 Millimetern lanzettlich oder linealisch-lanzettlich mit selten drei, meist vier bis fünf Nerven. Der Kelch teilweise drüsig flaumig behaart und am Schlund rau behaart. Der Blütenkelch wird meist deutlich von der Blütenkrone überragt. Die Blütenkrone ist 5 bis 18, selten bis zu 20 Millimeter lang. Die fünf rosafarbenen, rosaroten oder hell-violetten, selten bläulichen oder weißen Kronblätter sind in der typischen Form der Schmetterlingsblüte angeordnet. Die meist rosarote Fahne ist an der Außenseite leicht drüsig behaart und streifig dunkel geadert. Die Flügel sind weiß. Das weiße und am oberen Ende rosarote Schiffchen ist schnabelförmig verlängert. Von den zehn Staubblättern sind alle Staubfäden röhrig verwachsen. Es ist nur ein oberständiges Fruchtblatt vorhanden. Die aufgeblasene Hülsenfrucht ist bei einer Länge von 0,3 bis 1 Zentimetern sowie einer Breite von etwa 0,5 Zentimetern mehr oder weniger eiförmig oder länglich bis rhomboid mit zurückgekrümmten Schnabel, relativ kurz, etwa so lang wie der Blütenkelch und drüsig behaart und enthält nur einen bis wenige Samen. Die braunen oder schwärzlichen Samen sind bei einer Länge von 1,3 bis 2,6 Millimetern nierenförmig und haben eine warzige oder selten glatte Samenschale. Chromosomensatz Die Chromosomenzahl beträgt x = 15; es sind Chromosomenzahl von 2n = 30 oder 60 bekannt.
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Bei der Dornigen Hauhechel handelt es sich um einen mesomorphen Hemikryptophyten. Die Pfahlwurzel dient als Speicherorgan. Wie alle Leguminosen geht die Dornige Hauhechel in ihren Wurzelknöllchen eine Symbiose mit stickstofffixierenden Bakterien (Rhizobium) ein und trägt so zur Fruchtbarkeit des Bodens bei. Auch Symbiose mit Wurzelpilzen findet statt. Blütenökologisch handelt es sich um Schmetterlingsblumen vom Fabaceentyp mit Bürsteneinrichtung. Die Blüten sind homogam; männliche und weibliche Blütenorgane sind gleichzeitig fertil. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten. Belohnung für Bestäuber erfolgt durch reichlich Pollen. Bestäuber sind meist Bienen. Es kommt sowohl Selbst- als auch Fremdbefruchtung vor. Der Bestäubungsmechanismus steht zwischen Pumpmechanismus und Klappmechanismus. Bei jungen Blüten sind die oberen Ränder des Schiffchens noch verwachsen und das Schiffchen bis auf eine Öffnung an der Spitze geschlossen. Nach mehrmaligem Herabdrücken von Flügel und Schiffchen spaltet sich dessen oberer Rand und bei nochmaligem Insektenbesuch treten die Staubblätter und die Narbe hervor, dies wird Pumpmechanismus genannt. Beim Nachlassen des Drucks werden die Staubblätter wieder vom Schiffchen geborgen, dies wird als Klappmechanismus bezeichnet. Die Blüten haben schöne Strichsaftmale, bieten aber keinen Nektar an. Umso erstaunlicher ist es, dass Bienen die Hauptbesucher sind. Diasporen sind die Samen. Die Ausbreitung der Diasporen erfolgt meist durch Autochorie, vielleicht auch durch Zoochorie.
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Die Erstveröffentlichung von Ononis spinosa erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 716. Der Name Ononis spinosa L. nom. cons. wurde konserviert in Shenzhen ICN 14.9 & App. IV. Die Dornige Hauhechel (Ononis spinosa), die Kriechende Hauhechel (Ononis repens) und Bocks-Hauhechel (Ononis arvensis) bilden untereinander häufig Kreuzungen. Diese werden zur Artengruppe „Ononis spinosa agg.“ zusammengefasst. Je nach Autor gibt es von Ononis spinosa einige Unterarten: Ononis spinosa subsp. antiquorum (L.) Arcang. (Syn.: Ononis antiquorum (L.) Arcang., Ononis antiquorum L. subsp. antiquorum, Ononis repens subsp. antiquorum (L.) Bonnier & Layens, Ononis diacantha Rchb., Ononis spinosa subsp. diacantha (Reichenb.) Greuter): Das Areal ist disjunkt, zum einen die nordafrikanischen Staaten Algerien, Tunesien sowie Marokko und zum anderen der Kaukasusraum mit Armenien, Aserbaidschan, der Autonomen Republik Nachitschewan, Georgien, Abchasien Adscharien sowie der russische Föderationskreis Nordkaukasus Ononis spinosa subsp. austriaca (G.Beck) Gams (Syn.: Ononis austriaca Beck, Ononis foetens All.): Sie kommt in Frankreich, Deutschland, Österreich, in der Schweiz, Italien, in der früheren Tschechoslowakei, im früheren Jugoslawien, in Polen, Ungarn und Rumänien vor. Ononis spinosa subsp. leiosperma (Boiss.) Širj. (Syn.: Ononis leiosperma Boiss., Ononis repens subsp. leiosperma (Boiss.) Greuter, Ononis campestris subsp. leiosperma (Boiss.) Širj.): Sie kommt von Südosteuropa bis Südwestasien in Albanien, Aserbaidschan, Nachitschewan, im früheren Jugoslawien, Bulgarien, Rumänien, in Griechenland, auf Kreta, Karpathos, Zypern, Inseln der östlichen Ägäis, der Krim, in der Ukraine, im Gebiet von Israel-Palästina, im Libanon, in Syrien sowie in der Türkei vor. Gewöhnliche Dorn-Hauhechel (Ononis spinosa L. subsp. spinosa, Syn.: Ononis campestris W.D.J.Koch & Ziz): Sie ist vom nördlichen Teil des Gesamtverbreitungsgebiets von Ononis spinosa s l. südwärts bis zum südlichen Italien und dem nordöstlichen Portugal verbreitet. In Europa kommt sie in fast allen Ländern vor und fehlt nur in Irland, Island, im Baltikum, Luxemburg, Bulgarien, Türkei und Russland. Salzrasen-Hauhechel (Ononis spinosa L. subsp. aberrans)
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oligotrophic
salt marshes
terrestrial
grasslands
sedentary
longlived
cuddly
Heimisch
Belgien (Flanders), Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden
Eingeführt
Australien, Belarus, Madeira, Maryland, New York, New Zealand North, New Zealand South, Finnland, Victoria, Illinois, Tasmania
Weitere
Dänemark, Norwegen, Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), Lebanon-Syria, Libyen, Marokko, Niederlande, North Caucasus, Northwest European R, Pakistan, Palestine, Polen
Portugal, Rumänien, Sardegna, South European Russi, Spanien, Schweden, Schweiz, Tadzhikistan, Transcaucasus, Tunesien, Turkey-in-Europe, Turkey, Turkmenistan, Ukraine, Usbekistan, West Himalaya, Xinjiang, Yugoslavia, Albanien, Algerien, Österreich, Baleares, Baltic States, Belarus, Belgien, Bulgarien, Central European Rus, Corse, Zypern, Czechoslovakia, East Aegean Is., East European Russia, Frankreich, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Griechenland, Ungarn, Iran, Irak, Irland, Italien, Kasachstan, Kirgizstan, Kriti, Krym
Es gibt Fundortangaben aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Sardinien, Korsika, Frankreich, Portugal, Spanien, den Balearen, dem Vereinigten Königreich, Dänemark, Norwegen, Schweden, Estland, Litauen, Polen, Belgien, den Niederlanden, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, dem ehemaligen Jugoslawien, Bulgarien, Rumänien, Albanien, Griechenland, Kreta, Zypern, der Türkei, Syrien, dem Irak, Iran, Libanon, Jordanien, Israel, dem nördlichen Algerien, dem nördlichen Libyen, Marokko, Tunesien, dem europäischen Teil Russlands, Moldawien, der Ukraine, Afghanistan, Armenien, Aserbaidschan, Pakistan und den indischen Bundesstaaten Jammu sowie Kaschmir. Die Dornige Hauhechel kommt in weiten Teilen Europas in Höhenlagen bis etwa 1500 Metern vor, fehlt aber im Tiefland und in den höheren Mittelgebirgen. Sie besiedelt häufig trockene Weiden, Wegböschungen, brachliegende Wiesen und Dämme. Sie gedeiht in Mitteleuropa am besten auf warmen, mäßig trockenen oder wechseltrockenen, basenreichen, meist kalkhaltigen, neutral-milden, humosen Lehm- und Tonböden. Sie ist ein Magerkeitszeiger. Sie ist eine Charakterart des Verbands Mesobromion, kommt aber auch in Pflanzengesellschaften der Verbände Molinion oder Violion caninae vor.
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Ononis spinosa subsp. leiosperma (Boiss.) Širj.
Ononis spinosa subsp. masquillierii
Ononis spinosa subsp. procurrens
Ononis spinosa subsp. pseudohircina
Ononis spinosa var. sancti-marini