Pflanzenwissen · Art
Der Arznei-Mohn, auch „Armenischer Mohn“ genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Mohn (Papaver) innerhalb der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae).
Der Arznei-Mohn, auch „Armenischer Mohn“ genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Mohn (Papaver) innerhalb der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Der Arznei-Mohn ist in Gebirgsregionen im nördlichen Iran und im Kaukasusraum beheimatet. In den gemäßigten Gebieten werden Sorten des Arznei-Mohns als Zierpflanzen verwendet. Wegen ihres hohen Gehaltes am Alkaloid Thebain wird sie als Arzneipflanze kultiviert.
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Die dekorativen Sorten werden weltweit als Zierpflanze genutzt, oft auch Kreuzungen mit dem sehr ähnlichen Orientalischen Mohn (Papaver orientale). An sonnigen Standorten ist der Arznei-Mohn sehr einfach zu kultivieren. Der Milchsaft der Kapselfrucht enthält um die 6 % Alkaloide, deren wichtigste Vertreter das Oripavin und das Thebain sind. Beide sind strukturell mit Morphin verwandt, das aber selbst in der Pflanze nicht nachgewiesen werden konnte. Aus dem Alkaloid Thebain lassen sich auf industriellem Weg Codein und andere Analgetika herstellen. Bei gezüchteten Kultursorten des Arznei-Mohns macht Thebain bis zu 98 % des Alkaloidgehalts aus. Zur Morphingewinnung empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Anbau von Arznei-Mohn. Im Gegensatz zum Schlafmohn (Papaver somniferum) kann das medizinisch notwendige Morphin aus dieser Mohn-Art nur mit Hilfe industrieller Verfahren gewonnen werden. Missbrauch soll auf diese Weise erschwert werden. Von einer erfolgreichen Umsetzung dieser Maßnahme ist man heute aber weit entfernt.
Pflege
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Belege
Calomecon bracteatum (Lindl.) Spach, Papaver lasiocalyx Fedde, Papaver lasiocalyx Fedde ex Bornm.,
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Taxonomie Die Erstbeschreibung von Papaver bracteatum erfolgte 1821 durch John Lindley in Collectanea Botanica, Tafel 23. Synonyme für Papaver bracteatum Lindl. sind: Papaver pollakii Kerner, Papaver lasiothrix Fedde, Papaver orientale sensu Karjagin non L. Botanische Geschichte Der Arzneimohn wurde 1818 durch Friedrich Ernst Ludwig von Fischer, einem Mitarbeiter des kaiserlichen Botanischen Gartens in St. Petersburg nach Europa eingeführt. Die Samen stammten vermutlich aus dem Kaukasus.
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Eingeführt
Österreich, Belgien, Japan, Norwegen, Vietnam, Schweden
Weitere
Brasilien, Norwegen, Iran, North Caucasus, Transcaucasus, Turkey
Der Arznei-Mohn ist im nordöstlichen asiatischen Teil der Türkei, im nördlichen Iran, in Armenien, Aserbaidschan und im südlichen Russland verbreitet. Er wächst in trockenen Steppen und Gebirgen in Höhenlagen von 500 bis 2000 Metern. Er gedeiht am besten auf Böden vulkanischen Ursprungs.
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