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Die Schwarze Teufelskralle, im deutschsprachigen Raum auch Blaue Waldrapunzel oder Schwarze Rapunzel genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Teufelskrallen (Phyteuma) in der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae) gehört.
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Vegetative Merkmale Die Schwarze Teufelskralle ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 70 Zentimetern erreicht. Die Laubblätter sind lanzettlich geformt und in etwa halb so breit wie lang. Die Grundblätter besitzen meist nur einen seicht herzförmigen Spreitengrund mit gekerbtem bis gesägtem Blattrand. Die unteren Stängelblätter sind eilanzettlich und am Grund verschmälert, die mittleren und die oberen weisen nur eine reduzierte Spreite auf. Generative Merkmale Der bei einem Durchmesser von 1,5 bis 3 Zentimetern relativ breite, ei- bis walzenförmigen, ährigen Blütenstand weist ein bis zwei Hochblätter auf. Die Hüllblätter sind linealisch bis lanzettlich. Die zwittrige, fünfzählige Blüte ist vor dem Aufblühen deutlich gekrümmt. Die fünf Kronblätter sind schwarzviolett oder schwarzblau, selten weiß. Die Kronblätter sind zuerst zu einer Röhre verwachsen, welche während des Aufblühens von unten nach oben aufplatzt. An der Spitze bleiben die Kronblätter jedoch länger verbunden und die Krone ist krallenförmig nach oben gebogen. Der Griffel endet in zwei Narbenästen. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.
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Die Schwarze Teufelskralle findet sich nur in Mitteleuropa in den Silikat-Mittelgebirgen. Sie ist im Gebiet der Böhmischen Masse zu finden. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Frankreich, Deutschland, Belgien, Luxemburg, Tschechien, Österreich und Belarus. In Deutschland ist sie vor allem in mittleren Gebirgslagen (u. a. Odenwald, Eifel, Siebengebirge, Rothaargebirge) verbreitet. Höchstes Vorkommen im Südschwarzwald am Feldberg auf 1400 müNN. In Österreich ist die Schwarze Teufelskralle selten, während sie in der Schweiz nur adventiv auftritt. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3+ (feucht), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 3+ (unter-montan und ober-kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch). Sie wächst auf mäßig nährstoffreichen, kalkarmen Lehmböden an sonnigen bis halbschattigen Plätzen. Sie gedeiht auf frischen, bodensauren Fettwiesen und an Waldsäumen. Sie ist kalkmeidend und ein Lehmzeiger. Sie wächst von der collinen bis zur montanen Höhenstufe. Eher zerstreut wächst die Schwarze Teufelskralle auch auf Wiesen, Parks und lichten Laubwäldern. Sie ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Geranio-Trisetetum aus dem Verband Polygono-Trisetion, kommt aber auch in montanen Arrhenathereten und in tieferen Lagen auch in Carpinion-Gesellschaften vor.
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Die Blüten sind vormännlich. Die Kronblätter pressen die sich nach innen öffnenden Staubbeutel an die Griffelbürste, die den Pollen aufnimmt. Danach wächst der Griffel, bis seine Spitze die Kronröhre überragt. Danach öffnen sich die Narbenäste. Bestäuber sind Bienen und Schwebfliegen. Die Blütezeit erstreckt je nach Standort von Mai bis Juli.
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terrestrial
mesotrophic
woodlands
sedentary
longlived
cuddly
plant
Deutsch
Schwarze Teufelskralle
Englisch
Black · Black Rampion
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