Pflanzenwissen · Art
Die Serbische Fichte, auch Omorika-Fichte, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Fichten (Picea) innerhalb der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae).
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Abies omorika (Pancic) Nyman, Picea omorika (Pančić) Mast., 1884, Picea omorika f. pendula Schwer.,
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Die Serbische Fichte, auch Omorika-Fichte, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Fichten (Picea) innerhalb der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Sie kommt nur in einem kleinen Gebiet nördlich von Višegrad in Serbien und in Bosnien-Herzegowina vor. Sie wurde 1876 von dem serbischen Botaniker Josif Pančić als Pinus omorika erstbeschrieben und nach ihm „Pančićeva omorika“ genannt.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Habitus Die Serbische Fichte erreicht Wuchshöhen von 30 bis 40 Meter, das höchste Exemplar maß 53 m. Der Brusthöhendurchmesser erreicht maximal 72 Zentimeter. Das Höchstalter liegt bei 160 bis 200 Jahren. Sie bildet eine recht schmal-keglige bis schmal-zylindrische Krone, die oft durch die symmetrisch beastete Krone auch pagodenartig gestuft sein kann. Junge Bäume haben eine eher breite Krone. Die Äste sind kurz, hängend und haben eine aufwärts gerichtete Spitze. Der Stamm ist dünn und kerzengerade. Knospen und Nadeln Die Winterknospen sind rund bis spitz eiförmig, rotbraun und 3,5 bis 5 Millimeter lang. Sie verharzen nicht. Die Endknospe ist oft von Nadeln bedeckt. Die äußeren Knospenschuppen sind lanzettlich und zugespitzt, die inneren sind kurz, eiförmig und stumpf. Die Blütenknospen sind größer. Die Nadeln sind dorsiventral abgeflacht und bifacial. Die Breite beträgt mehr als fünfmal die Höhe. Die Spaltöffnungen sind auf die morphologische Oberseite beschränkt. Bei den Seitenzweigen weist die Oberseite jedoch durch die gedrehte Nadelbasis nach unten. Die tatsächliche Unterseite ist daher durch die Spaltöffnungsstreifen silbrig grau, die tatsächliche Oberseite dunkelgrün. Die Nadeln stehen dicht, haben eine deutliche Mittelrippe. Die Länge beträgt 12 bis 20 Millimeter, die Breite 1,5 bis 2 Millimeter. Sie bleiben bis zu 12 Jahren an den Zweigen. Blüten, Zapfen und Samen Die erste Blüte erfolgt im Alter von 15 bis 20 Jahren, die höchste Samenproduktion erfolgt mit etwa 40 Jahren. Blütezeit ist von Mai bis Juni. Männliche und weibliche Blüten befinden sich an einem Baum (Monözie) im oberen Kronenbereich. Die weiblichen Blütenzapfen sind rot, 1,5 bis 2,5 Zentimeter lang und stehen aufrecht, seiten- bis endständig an Seitentrieben. Die männlichen Blüten sind rötlich gelb und rund einen Zentimeter lang und stehen seitenständig an den vorjährigen Trieben. Die Pollenkörner sind 64,5 µm lang, 77,2 µm breit und 55,7 µm hoch, sie tragen zwei Luftsäcke. Die Befruchtung erfolgt vielfach durch Selbstbefruchtung. Von der Blüte bis zur Samenreife vergeht eine Vegetationsperiode. Die reifen Zapfen sind 4,5 bis 6 Zentimeter lang und 2,5 bis 3 Zentimeter breit, glänzend braun bis rotbraun. Ihr Umriss ist eiförmig. Sie hängen und haben teilweise einen kurzen Stiel. Die Samenschuppen sind rundlich, 11 Millimeter lang, 13 Millimeter breit und am Rand wellig gezähnt. Die Deckschuppen sind sehr klein, von außen nicht sichtbar, ihr Rand ist gesägt. Ein Zapfen besteht aus 80 bis 110 Schuppen. Im unreifen Zustand sind die Zapfen grün und violett überlaufen. Die Samenreife erfolgt im Oktober/November des ersten Jahres, die Zapfen bleiben danach noch bis zu einem Jahr am Baum. Die Samen werden meist erst ab dem Frühjahr nach der Samenreife entlassen. Alle drei bis vier Jahre tritt ein Mastjahr auf. Weiblicher Blütenzapfen Blühende Zweige Reife Zapfen Die Samen sind zwei bis drei Millimeter lang und haben einen rund 8 Millimeter langen Flügel. Der Sämling besitzt fünf bis sechs Keimblätter mit Längen von 10 bis 12 Millimeter. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24. Rinde Die Borke ist graubraun, eher dünn und löst sich bei älteren Bäumen in rundlichen Schuppen von 6 bis 17 Zentimeter Durchmesser. Sie ist häufig von Harztropfen bedeckt. Im Rindenparenchym gibt es viele Harzkanäle mit einem Durchmesser von 1 bis 4 Millimeter. Junge Triebe haben eine dichte, kurze Behaarung. Sie tragen eine Vielzahl von Nadelkissen, ihre hellbraune Rinde ist gefurcht. Holz Das Holz ähnelt dem der Gemeinen Fichte (Picea abies). Kern- und Splintholz sind gleichfarbig. Das Spätholz ist etwas dunkler als das Frühholz. Die Holzfasern sind einreihig und es gibt viele Harzkanäle. Die Rohdichte (r12) beträgt 0,5 bis 0,52 g/cm−3. Das Holz besteht aus 50 % Zellulose, 11 % Pentosen und 25 % Lignin.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Die Serbische Fichte wird in Mitteleuropa verbreitet als Garten- und Parkbaum gepflanzt, wo ihre schmalkronige, dichtnadelige und bis zum Boden beastete Wuchsform geschätzt wird. Aufgrund ihrer Unempfindlichkeit gegen Rauchgase eignet sie sich in besonderer Weise für Anpflanzungen in Industriegebieten und städtisch geprägten Bereichen. In den USA wird sie als Christbaum verwendet. Als Forstbaum hat sie keine Bedeutung, da sie in der Wüchsigkeit der Gemeinen Fichte unterlegen ist.
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cbd_2014_pathway:escape_horticulture
casual
Eingeführt
Armenien, Belgien, Kroatien, Dänemark, Frankreich, Niederlande (The Netherlands), Norwegen, Schweden, Vereinigtes Königreich (Great Britain), Vereinigtes Königreich
Weitere
Dänemark, Norwegen, Global, Yugoslavia
Europe (WGSRPD:1)