Pflanzenwissen · Art
Die Korea-Kiefer ist eine asiatische Pflanzenart aus der Gattung der Kiefern (Pinus).
Die Korea-Kiefer ist eine asiatische Pflanzenart aus der Gattung der Kiefern (Pinus). Das Nadelgehölz ist die dominierende Art des Koreakiefer-Laubmischwaldes, kommt aber auch in Reinbeständen vor. Das Höchstalter wird mit 500 Jahren angegeben.
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Apinus koraiensis (Siebold & Zucc.) Moldenke, Pinus cembra var. excelsa Maxim., Pinus cembra var. excelsa Maxim. ex Rupr.,
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Habitus Die Korea-Kiefer ist ein dicht benadelter Baum mit geradem Stamm, der eine Höhe von maximal 40 Metern und einen Brusthöhendurchmesser von 1,6 Metern erreichen kann. Die Krone von älteren Bäumen ist aufgrund der starken Verzweigung stark abgeflacht. Jüngere Bäume haben eine eher kegelförmige Gestalt. Knospen und Nadeln Die länglich-eiförmigen Winterknospen sind hell rotbraun und nur schwach verharzt. Die Nadeln stehen zu fünft an den Kurztrieben und sind mit einem Durchmesser von etwa einem Millimeter relativ dick. Ihre Länge schwankt zwischen sechs und zwölf Zentimeter, sie sind durchschnittlich acht Zentimeter lang. Im dreieckigen Nadelquerschnitt sind ein Leitbündel und drei Harzkanäle, einer pro Ecke, erkennbar. Auf den beiden Unterseiten befinden sich sechs bis acht hellblaue Spaltöffnungsreihen. Die Nadeloberseite weist keine Spaltöffnungen auf. Die Nadeln verbleiben meist drei, seltener vier bis fünf Jahre am Baum. Blüten, Zapfen und Samen Die Korea-Kiefer ist einhäusig-getrenntgeschlechtig (monözisch). Bei den weiblichen Blütenzapfen lassen sich drei Farbvarianten unterscheiden. Die purpurrote Farbvariante hat kräftig gefärbte Samenschuppen, die mit weißlichen Wachspartikeln bedeckt sind. Die grüne Farbvariante hat nur wenig gefärbte Samenschuppen. Bei der rot-grünen Farbvariante sind die Blütenstände 2 bis 2,5 Zentimeter lang und stehen in quirlständigen Gruppen von bis zu 10 an den Enden von jungen Langtrieben. Die männlichen Blütenzapfen sind elliptisch geformt und rötlich-gelb gefärbt. Sie stehen statt benadelten Kurztrieben gehäuft an der Basis junger Langtriebe und sind einigermaßen gleichmäßig über die Krone verteilt. Die länglich-eiförmigen Zapfen sind anfangs grün und verfärben sich zur Reife hin grünlichbraun. Sie werden im zweiten Jahr nach der Bestäubung reif und sind dann 10 bis 15 Zentimeter, manchmal bis 20 Zentimeter lang und haben einen Durchmesser von 5 bis 10 Zentimeter. Im Durchschnitt wiegen sie zur Reife 133 Gramm. Die Zapfenschuppen sind rhombisch und verjüngen sich zur Spitze hin. Der wenig ausgeprägte Apex ist etwas nach außen gerollt. An der Basis jeder Samenschuppe entstehen zwei (selten nur ein) Samen von 12 bis 16 Millimeter Länge und 7 bis 10 Millimeter Durchmesser. Keine Kiefernart bildet größere Samen. Die braunen Samen sind eiförmig, dreikantig und besitzen eine glatte Oberfläche. Das Tausendkorngewicht beträgt rund 500 Gramm. Die Ausbreitung erfolgt Großteils durch den Tannenhäher (Nucifraga caryocatactes). Die Keimlinge bilden 10 bis 16 Keimblätter (Kotyledonen) aus. Diese Keimblätter werden 3,8 bis 5 Zentimeter lang und rund 1,5 Millimeter breit. Chromosomenzahl Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24. Borke Die Borke ist anfangs glatt und graubraun, später längsrissig. Es werden unregelmäßige muschel- bis schuppenförmige Platten gebildet. Werden diese Platten abgestoßen, geben sie eine jüngere, rötlichbraune Borkenschicht frei. Der mittlere Tanningehalt der Borke beträgt 5,57 %. Junge Triebe besitzen eine dichte, gelbbraune bis rotbraune Behaarung. Wurzelsystem Die Korea-Kiefer ist ein Flachwurzler, wurzelt aber tiefer als die mit ihr vergesellschafteten Fichten- und Tannenarten. Die Hauptwurzel wird selten länger als 30 Zentimeter, verzweigt sich aber sehr intensiv. Es werden kräftige und relativ flachstreichende Seitenwurzeln gebildet, die selbst bei günstigen Bodenverhältnissen meist nur 0,6 bis 0,7, selten bis 1 Meter tief reichen. Rund 80 bis 90 % der Gesamtwurzelmasse befindet sich in den oberen 50 Zentimetern. Die Anzahl der Oberflächenwurzeln steigt mit der Tiefgründigkeit des Bodens. Die Hauptwurzel kann bei stark verfestigten, schlecht durchlüfteten und vernässten Substraten absterben. Die Art geht Mykorrhiza-Partnerschaften mit verschiedenen Steinpilzen (Boletus) und Schmierröhrlingen (Suillus) ein. Holz Das rotbraune Kernholz ist von einem gelblichbraunen Splint umgeben. Die Übergänge zwischen Spät- und Frühholz vollziehen sich allmählich. Das gleichmäßig strukturierte Holz fällt durch seinen intensiven Harzgeruch auf. Es ist gut zu trocknen, arbeitet wenig, ist recht dauerhaft, leicht zu bearbeiten und nagelfest. Im luftgetrockneten Holz sind 53,72 % Cellulose und 26,91 % Lignin vorhanden.
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Das Holz wird in der Bauindustrie verwendet. Es dient zur Herstellung von Türen, Fenstern, Dachkonstruktionen, Fußböden und Möbeln. Es eignet sich auch zur Herstellung von Zellstoff und Papier. Geringere wirtschaftliche Bedeutung haben die Nutzung des Harzes, die Gewinnung von Gerbstoffen aus der Rinde und die Verwendung des Nadelöls für die Kosmetik. Die Art wird regional wegen ihrer ölhaltigen und essbaren Samen angebaut. Sie wird nur selten als Parkbaum angepflanzt.
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Die Korea-Kiefer wird innerhalb der Gattung der Kiefern (Pinus) der Sektion Quinquefoliae und der Subsektion Strobus zugeordnet. Als nahe verwandte Arten werden die Zwerg-Kiefer (Pinus pumila) und die Sibirische Zirbelkiefer (Pinus sibirica) genannt. Es werden in Bezug auf die Borken- und Zapfenmorphologie zwei Formen unterschieden: Pinus koraiensis f. leptodermis Wang & Chi mit feinborkiger Schuppenborke und dünnen, langen Zapfen Pinus koraiensis f. pachidermis Wang & Chi mit grobborkiger Schuppenborke und kurzen, dicken Zapfen. Pinus koraiensis wurde 1842 durch Siebold & Zucc. in ihrer "Flora japonica" Band 2, Seite 28 erstbeschrieben. Synonyme von Pinus koraiensis Siebold & Zucc. sind Strobus koraiensis (Siebold & Zucc.) Moldenke, Apinus koraiensis (Siebold & Zucc.) Moldenke, Pinus strobus Thunb., Fl. Jap.: 275 (1784) sensu auct., Pinus mandschurica Rupr., Pinus cembra var. mandschurica (Rupr.) Carrière und Pinus prokoraiensis Y.T.Zhao, J.M.Lu & A.G.Gu.
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