Pflanzenwissen · Art
Die Chinesische Kiefer ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kiefern (Pinus) innerhalb der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae).
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Die Chinesische Kiefer ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kiefern (Pinus) innerhalb der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Sie wird bis zu 300 Jahre alt und stellt eine der wirtschaftlich wichtigsten Baumarten Chinas dar.
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Habitus Die Chinesische Kiefer wächst als immergrüner Baum, der Wuchshöhen von 25 bis 45 Metern und Brusthöhendurchmesser von 1 bis 1,4 Metern erreicht. Sie wächst meist geradschäftig und bildet eine offene Baumkrone aus; Jungbäume weisen eine konische Krone auf, während diese bei freistehenden Altbäumen meist schirmförmig ist. Eine Astreinigung tritt bereits ab einem Alter von 10 Jahren auf. Die Sämlinge besitzen 6 bis 13 Keimblätter (Kotyledonen). Rinde und Borke Die rissige Borke ist grau-braun, seltener schwärzlich-grau bis gelblich-braun und ist in Platten sowie Schuppen zerteilt. Die Rinde der Zweige ist anfangs hell-orange und verfärbt sich später gelblich-grau. Nadeln Pro Kurztrieb werden zwei relativ starre Nadeln gebildet. Diese Nadeln sind 10 bis 15 Zentimeter lang und etwa 1,5 Millimeter dick. Jede Nadel weist im Querschnitt fünf bis zwölf Harzkanäle auf. An der Basis jeder Nadeln befindet sich eine 1 bis 3 Zentimeter lange Nadelscheide, welche zuerst weiß oder grau und später bräunlich gefärbt ist. Die Nadeln verbleiben zwischen 3 und 4 Jahre am Baum, ehe sie abfallen. Zapfen und Samen Die Chinesische Kiefer wird mit etwa 10 Jahren mannbar. Die gelb-orangen bis gelblich-braunen männlichen Blütenzapfen sind 12 bis 18 Millimeter lang. Die rundlichen bis eiförmigen weiblichen Blütenzapfen stehen einzeln oder zu mehreren an den Enden von Langtrieben. Die Blütenzapfen sind purpurrot und sind etwa 7 Millimeter lang. Die eiförmigen und gestielten Zapfen reifen im September oder Oktober des zweiten Jahres. Zur Reife sind sie hell-braun und 4 bis 9 Zentimeter lang. Nach dem Entlassen der Samen können die leeren Zapfen noch 4 bis 5 Jahre am Baum verbleiben. Die braunen Samen sind bei einer Länge von 6 bis 8 Millimetern elliptisch. Jeder Samen besitzt einen bei einer Länge von etwa 1 Zentimeter sowie einer Breite von 8 Millimetern lanzettlichen und braun gestreiften Flügel. Das Tausendkorngewicht liegt zwischen 32,8 und 41,6 Gramm. Wurzelsystem Die Chinesische Kiefer bildet auf tiefgründigen Standorten eine Pfahlwurzel aus, die bei einjährigen Sämlingen bereits eine Länge von 67 Zentimetern aufweisen kann. Auf flachgründigen Standorten werden vor allem Lateralwurzeln gebildet. Als Mykorrhiza-Partner treten verschiedene Arten der Steinpilze (Boletus), der Goldröhrling (Suillus grevillei) und der Gemeine Erbsenstreuling (Pisolithus arhizus) auf. Holz Das gelblich weiße Splintholz umgibt einen gelblichbraunen Kern. Die Übergänge zwischen Früh- und Spätholz sowie die Jahresringe sind gut erkennbar. Die Holzstrahlen sind mit dem Auge nicht erkennbar. Das Holz weist einen sehr geraden Faserverlauf auf. Die Rohdichte bei einer Holzfeuchte von 15 % beträgt 0,432 g/cm³. Chromosomenzahl Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.
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Die Chinesische Kiefer hat vor allem im nördlichen China eine große wirtschaftliche Bedeutung. Das Holz wird hauptsächlich als Konstruktions- und Möbelholz genutzt. Es findet aber auch Verwendung bei der Sperrholz- und Papierproduktion. Für Masten, Pfähle, Eisenbahnschwellen, zum Brückenbau sowie als Grubenholz eignet es sich, nachdem es konserviert wurde. Altbäume werden auch häufig zur Harzgewinnung genutzt. Pro Baumexemplar und Saison werden durchschnittlich 1,5 bis 2 Kilogramm Harz gewonnen.
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Die Erstbeschreibung von Pinus tabuliformis erfolgte 1867 durch Élie Abel Carrière in Traité général des Conifères, 2. Auflage, S. 510. Die Art Pinus tabuliformis gehört zur Subsektion Pinus der Sektion Pinus in der Untergattung Pinus innerhalb der Gattung der Pinus. Je nach Autor gibt es etwa drei Varietäten: Pinus tabuliformis var. mukdensis (Uyeki ex Nakai) Uyeki: Sie kommt vom nordöstlichen China bis ins nördliche Korea vor. Pinus tabuliformis var. tabuliformis (Syn.: Pinus sinensis Mayr nom. illeg.): Sie kommt in China vor. Pinus tabuliformis var. umbraculifera Liou & Q.L.Wang: Sie kommt in den Provinzen Liaoning und Hebei vor. Bei Schütt 2008 wird die Art in verschiedene Klimarassen unterteilt. Diese lassen sich vor allem durch das Erscheinungsbild sowie anhand der Wachstumsintensität unterscheiden.
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