Pflanzenwissen · Art
Der Breitwegerich, oder Breit-Wegerich geschrieben, bzw.
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Sortenvielfalt
Plantago major subsp. intermedia
Plantago major subsp. majorPlantago major subsp. winteri
Plantago major var. vulgaris Schltdl., 1823Marktplatz
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Der Breitwegerich, oder Breit-Wegerich geschrieben, bzw. Große Wegerich ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) gehört. Er ist eine inzwischen weltweit verbreitete Pflanzenart und wächst an Straßen, Wegen, Plätzen, Weiden, Wiesen und Äckern. Andere Trivialnamen für diese Pflanzenart sind: (Breitblättriger) Wegerich, Wegbreite, Wegebreit, Wegeblatt, Wegtritt, Wegetrene, Rippenblatt, Saurüssel, Mausöhrle, Arnoglosse, Ackerkraut.
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Der Breit-Wegerich wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht eine Wuchshöhe zwischen 3 und 25 cm. Sie bildet ein Rhizom als Überdauerungsorgan. Die in einer grundständigen Blattrosette angeordneten Laubblätter sind löffelförmig und handtellergroß. Die einfache Blattspreite ist eiförmig bis elliptisch und kahl bis dicht, kurz behaart. Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober. Endständig auf einem blattlosen Blütenstandsschaft, der etwa so lang oder kürzer als die Laubblätter und höchstens zweimal so lang wie der Fruchtstand ist, steht aufrecht ein ähriger Blütenstand. Die Blüten sind geruchlos. Die grünlichen bis weißlichen Staubfäden sind etwa 2 mm lang und die verkehrt-herzförmigen Staubbeutel sind etwa so lang wie breit. Der Pollen wird durch Windbestäubung verbreitet. Die Frucht enthält meist 6 bis 30, selten bis zu 46 Samen. Die Chromosomenzahl beträgt bei allen drei Unterarten 2n = 12.
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Der Breitwegerich ist ein sommergrüner Hemikryptophyt und eine Rosettenpflanze mit blattachselständigen Blütensprossen und Zugwurzeln. Er ist ein Tiefwurzler mit einer wenig dauerhaften Primärwurzel; daher erfolgt die Bewurzelung hauptsächlich aus der kurzen Rosettenachse. Die ausgeprägt vorweiblichen Blüten sind windblütig vom „Langstaubfädigen Typ“. Der Pollen besitzt Kittreste. Die Narben sind lang und fast fiederig behaart. Die Pollensäcke bleiben bei feuchtem Wetter geschlossen. Je Blütenstand werden etwa 2 bis 3 Millionen Pollenkörner produziert. Durch die Windausbreitung und die große Anzahl sind Breitwegerich-Pollen wichtige Auslöser von Heuschnupfen. Selbstbestäubung ist möglich. Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober. Die Früchte sind sechs- bis zwölfsamige Deckkapseln. Der Breitwegerich ist ein Wind- und Tierstreuer; hauptsächlich erfolgt die Ausbreitung der Diasporen aber über die klebrigen Samen, die an Tierpfoten, Schuhen und Rädern haften. Daneben erfolgt Bearbeitungsverbreitung beispielsweise durch Körnerfresser. Die Fruchtreife liegt zwischen Juli und September. Die Samen sind Licht- und Kältekeimer.
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Perennales Kraut
terrestrisch
langlebig
mesotroph
kuschel
eurytop
mobil
Heimisch
Belgien (Flanders), Taiwan, Dänemark, Finnland, Island, Norwegen, Portugal (Madeira Island), Schweden
Eingeführt
Amerikanisch-Samoa, Angola, Australien, Belize, Brasilien, Britisches Territorium im Indischen Ozean, Kanada (Labrador), Chile (Rapa Nui - Easter Islands), Kolumbien, Kongo-Kinshasa, Cookinseln, Costa Rica
Kuba, Tschechien, Dominikanische Republik, Ecuador, Ägypten, Eswatini, Falklandinseln, Färöer, Fidschi, Frankreich (Saint Pierre and Miquelon), Französisch-Guayana, Grönland, Guyana, Indien, Indonesien, Japan, Lesotho, Libyen, Madagaskar, Marshallinseln (Kwajalein Atoll), Mexiko, Myanmar, Namibia, Niue, Papua-Neuguinea, Peru, Philippinen, Portugal (Açores), Russland, Samoa, São Tomé und Príncipe, Seychellen, Südafrika, Suriname, Timor-Leste, Tonga, Vereinigtes Königreich (Pitcairn Islands), Venezuela, Nicaragua, Bogotá, Alabama, Alaska, Alberta, Aleutian Is., Argentina Northeast, Argentina Northwest, Argentina South, Arizona, Arkansas, Ascension, Assam, Azores, Bahamas, Bermuda, Bolivien, Brazil Northeast, Brazil North, Brazil Southeast, Brazil South, Brazil West-Central, British Columbia, California, Kambodscha, Chagos Archipelago, Chile Central, Chile North, Chile South, Weihnachtsinsel, Colorado, Connecticut, Delaware, Desventurados Is., District of Columbia, Easter Is., El Salvador, Eritrea, Äthiopien, Florida, Galápagos, Georgia, Guatemala, Gulf of Guinea Is., Haiti, Hawaii, Honduras, Island, Idaho, Illinois, Indiana, Iowa, Jamaika, Juan Fernández Is., Kansas, Kentucky, Kenia, Labrador, Laos, Leeward Is., Lesser Sunda Is., Louisiana, Maine, Malaya, Manitoba, Marshallinseln, Maryland, Massachusetts, Mauritius, Mexico Central, Mexico Northeast, Mexico Northwest, Mexico Southwest, Michigan, Minnesota, Mississippi, Missouri, Montana, Nebraska, Nevada, New Brunswick, Neukaledonien, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, New York, New Zealand North, Newfoundland, Norfolk Is., North Carolina, North Dakota, Northwest Territorie, Nova Scotia, Nunavut, Ohio, Oklahoma, Ontario, Oregon, Panama, Pennsylvania, Pitcairninseln, Prince Edward I., Puerto Rico, Québec, Rhode I., Saskatchewan, Society Is., South Carolina, South Dakota, Southwest Caribbean, St.Helena, Tasmania, Tennessee, Texas, Trinidad-Tobago, Tristan da Cunha, Tuamotu, Tubuai Is., Uruguay, Utah, Vanuatu, Venezuelan Antilles, Vermont
Ursprünglich in Eurasien und in Afrika heimisch, hat sich diese Pflanzenart (mittelhochdeutsch wëgerīch und bereits im Mittelalter als Plantago major bezeichnet) inzwischen weltweit verbreitet. Da der Breitwegerich (ebenso wie der Spitzwegerich) zu den „trittfesten“ Pflanzen gehört, ist er ein Anzeiger für häufig begangene Stellen. Er kam einst mit den europäischen Siedlern nach Nordamerika und wurde von der indigenen Bevölkerung als „Fußstapfen des weißen Mannes“ bezeichnet.
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