Pflanzenwissen · Art
Die Bittere Kreuzblume, volkstümlich auch Bittere Ramsel oder Blaue Milchblume, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Kreuzblumen (Polygala) innerhalb der Familie der Kreuzblumengewächse (Polygalaceae).
Die Bittere Kreuzblume, volkstümlich auch Bittere Ramsel oder Blaue Milchblume, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Kreuzblumen (Polygala) innerhalb der Familie der Kreuzblumengewächse (Polygalaceae). Die zwei Unterarten gedeihen in den Bergen Mittel- und Ost- bis Südosteuropas.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Pflege
Für diese Art liegen uns noch keine geprüften Pflegehinweise vor.
Frag die Community — kostenloses Konto →Weltkarte
Sortenvielfalt
Polygala amara subsp. brachyptera
Polygala amara subsp. brachyptera (Chodat) HayekMarktplatz
Noch niemand hat diese Art im Angebot.
Steht sie bei dir zu eng? Ein Ableger findet hier schnell ein neues Zuhause.
Belege
Polygala amara var. salsa Degen, Polygala amara var. salsa Degen ex Soo, Polygala amblyptera var. glabra Rchb.
Nächster Schritt
Beschreib dein Problem in der Pflanzenhilfe. Mit Foto antwortet meist noch am selben Tag jemand, der dieselbe Pflanze zu Hause hat. Aus Rücksicht auf die Fragenden lesen die Anfragen nur angemeldete Mitglieder — mitmachen kostet nichts.
Vegetative Merkmale Die Bittere Kreuzblume ist eine ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 20 Zentimetern. Die aufrechten oder aufsteigenden Stängel entspringen zahlreich aus der Mitte einer grundständigen Blattrosette. Die einfachen Laubblätter sind krautig. Die Rosettenblätter schmecken bitter. Die wechselständig angeordneten Stängelblätter sind in der Mitte am breitesten und am Ende zugespitzt. Generative Merkmale Die Blütezeit reicht von Mai bis August. Der meist einzeln und endständig stehende, traubige Blütenstand enthält 8 bis 25, selten bis zu 40 Blüten. Die Tragblätter sind 1,5 bis 2,5 Millimeter lang, und so lang oder wenig länger als der Blütenstiel. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Die Blütenhüllblätter sind in der Regel kräftig blau, bis violett oder rosafarben, selten weiß. Die äußeren Kelchblätter sind über 3 Millimeter lang; die Flügel sind selten 4,5 bis, meist 5 bis 8,5 Millimeter lang, und selten 1,8 bis, meist 2 bis 5,5 Millimeter breit. Die Nerven der Flügel sind wenig verzweigt und sind am oberen Ende nicht mit dem Mittelnerv verbunden. Zur Fruchtzeit bilden sie null bis vier Netzmaschen. Die Blütenkrone ist 3,5 bis 6,5, selten bis 8 Millimeter lang und ist deutlich in Röhre, Kiel und Anhängsel gegliedert. Die Kronblattanhängsel haben 12 bis 35 Fransen. Die Kapselfrucht ist 3,5 bis 5,5 Millimeter lang und 3,5 bis 4,5 Millimeter breit. Sie hat einen 0,2 bis 0,3 Millimeter breiten Rand, der so breit oder ein wenig breiter ist als die Flügel. Die Samen sind 2,1 bis 2,8 Millimeter lang. Die Samenanhängsel (Elaiosomen) sind wie der Same behaart und ungleich lange Lappen. Chromosomensätze Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 14 oder 17; es liegt Diploidie mit einer Chromosomenzahl bei beiden Unterarten von 2n = 28 oder 34.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Blütenökologisch handelt es sich um Blumen mit völlig verborgenem Nektar. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder Selbstbestäubung. Die Bittere Kreuzblume ist ein Windstreuer (Anemochorie), die ausgestreuten Samen werden von Ameisen weiter ausgebreitet.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Weitere
Norwegen, Österreich, Czechoslovakia, Deutschland, Ungarn, Italien, Polen, Rumänien, Ukraine, Yugoslavia
Die Bittere Kreuzblume wächst auf Steinrasen, in lichten Kiefernwäldern und in Quellfluren. Sie gedeiht am besten auf mäßig trockenen bis feuchten, kalkreichen Böden. Die Vorkommen reichen von der (collinen) montanen bis subalpinen (alpinen) Höhenstufe. Die Bittere Kreuzblume steigt in den Alpen bis in eine Höhenlage von 2200 Metern auf. Polygala amara ist eine Charakterart der Ordnung der Blaugrasrasen (Seslerietalia albicantis). Die Unterart Polygala amara subsp. brachyptera kommt aber auch in Pflanzengesellschaften des Verbands Mesobromion vor.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle