Pflanzenwissen · Art
Der Adlerfarn ist ein weltweit verbreiteter, auffälliger Farn.
Pflege
Für diese Art liegen uns noch keine geprüften Pflegehinweise vor.
Frag die Community — kostenloses Konto →Weltkarte
Sortenvielfalt
Pteridium aquilinum subsp. brownseyi
Pteridium aquilinum subsp. brownseyi (Fraser-Jenk.)Pteridium aquilinum subsp. capense
Pteridium aquilinum subsp. capense (Thunb.) C.Chr.Pteridium aquilinum subsp. centrali-africanum
Pteridium aquilinum subsp. centrali-africanum Hieron.Pteridium aquilinum subsp. decompositum
Pteridium aquilinum subsp. decompositum (Gaudich.) Lamoureux ex J.A.ThomsonPteridium aquilinum subsp. feei
Pteridium aquilinum subsp. feei (W.Schaffn. ex Fée) J.A.Thomson, Mickel & Mehltr.Pteridium aquilinum subsp. japonicum
Marktplatz
Noch niemand hat diese Art im Angebot.
Steht sie bei dir zu eng? Ein Ableger findet hier schnell ein neues Zuhause.
Belege
Nächster Schritt
Beschreib dein Problem in der Pflanzenhilfe. Mit Foto antwortet meist noch am selben Tag jemand, der dieselbe Pflanze zu Hause hat. Aus Rücksicht auf die Fragenden lesen die Anfragen nur angemeldete Mitglieder — mitmachen kostet nichts.
Der Adlerfarn ist ein weltweit verbreiteter, auffälliger Farn. Er gehört zur Gattung der Adlerfarne (Pteridium) und zur Familie der Adlerfarngewächse (Dennstaedtiaceae). Obwohl Adlerfarn giftig ist, wird er in einigen Regionen der Welt traditionell als Wildgemüse genutzt.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Der Adlerfarn besitzt ein im Boden 5 bis 50 Zentimeter tief kriechendes, verzweigtes Rhizom, das sehr ausgedehnt und alt werden kann. Es ist 2 bis 10 Millimeter dick und am Ende schwarz behaart. Am Rhizom entstehen jedes Jahr die einzeln stehenden, leicht überhängenden Wedel. Diese sind im Gegensatz zu anderen in Mitteleuropa vorkommenden Farnen 3- bis 4-fach gefiedert und in der Regel 0,5 bis 2 Meter hoch. Unter günstigen Bedingungen, sich anlehnend, können sie allerdings auch Höhen von bis zu 4 Meter erreichen. Der Wedelstiel ist 1 bis 2 (bis 3) Meter lang und so lang wie oder etwas länger als die Blattspreite. Der Wedelstiel ist seicht rinnig, gelblich und hat neben der Rinne 2 Leisten. Die Fiedern sind gegenständig, im Umriss dreieckig; die unteren sind gestielt, die oberen sind sitzend. Die Blattabschnitte letzter Ordnung sind kammförmig gedrängt, fiederig gelappt bis fiederspaltig und sonst ganzrandig. An der Unterseite der Blattspindel an der Ansatzstelle der Fiedern erster Ordnung findet sich je ein extraflorales Nektarium, das während der Entwicklung des noch nicht voll ausgebildeten Blattes Tröpfchen einer zuckerhaltigen Flüssigkeit ausscheidet. Die Sori stehen am Rande der Unterseite der Blattfiedern und werden nicht nur von einem Schleier (Indusium), sondern zusätzlich vom umgerollten Blättchenrand bedeckt. Der eigentliche Schleier der Sori ist rudimentär und meist undeutlich. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 104.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Die jungen, eingerollten Wedel sammelt man im April und Mai zur Suppe oder zum Gemüse und bewahrt sie teilweise getrocknet auf. Wenn im Herbst die oberirdischen Teile absterben, werden die horizontal sich verzweigenden Rhizome ausgegraben und zur Farnstärke benutzt. Junge Farnspitzen werden als Gemüsebeilage gedämpft oder gedünstet. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit dem Kopf einer Fiedel, werden die eingerollten Farnspitzen im Englisch fiddle heads genannt. Trotz seiner Giftigkeit wird junger Adlerfarn regional als Salat oder Wildgemüse gegessen. In einigen Gebieten Nordamerikas und Asiens, sowie in Neuseeland und Afrika wird der Adlerfarn verzehrt. Ein verstärktes Auftreten von Tumoren der Speiseröhre und Magenkarzinomen in diesen Gegenden wird damit in Verbindung gebracht. In Europa wird Adlerfarn überwiegend aus Versehen verspeist, weil er mit dem genießbareren Straußenfarn verwechselt wurde. Verzehrt man den Farn roh oder unzureichend durchgegart, treten jedoch nach dem Verzehr beider Arten Vergiftungserscheinungen auf. In asiatischen Ländern wie China ist Farn dagegen bereits seit 3000 Jahren Teil des Speiseplans. Adlerfarn gilt dabei als die beliebteste Farnspezies, von der alle Teile so zubereitet werden, dass sie essbar sind. Eine besondere Behandlung macht den Farn dabei bekömmlicher. In Japan wird er vor dem Verzehr über Nacht in eine heiße Natronlösung gelegt, bevor sie am nächsten Tag in frischem Wasser gekocht werden. Sie weisen eine schleimige Konsistenz auf und werden meist kalt mit Sojasauce gegessen. Auch wird Stärke durch Auswaschung aus den zerkleinerten Rhizomen gewonnen, die für Süßspeisen verwendet wird, aber mehr und mehr durch ein Surrogat aus Süßkartoffelstärke ersetzt wird. In der Weißkrain wurde in sogenannten Steljniki (Einstreuwälder, von slowenisch stelja ‚Streu‘) Adlerfarn als Einstreu kultiviert. Im Mittelalter glaubte man, dass der Farn in der Walpurgisnacht blühe. Man glaubte auch, dass die 'Samen' des Farns den Menschen unsichtbar machen könne.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Der Adlerfarn ist ein frostempfindlicher Rhizom-Geophyt, ein Spreizklimmer und der größte heimische Farn. Er bildet eine VA-Mykorrhiza aus, eine besondere Form der Symbiose mit einem Pilz, der mit dem Feinwurzelsystem der Pflanze in Kontakt ist. Abweichend von den übrigen heimischen Farnen finden sich die Sporenanlagen (Sporangien) unter dem umgerollten Blattrand und es entstehen keine voneinander getrennten Sori. Die Sporen bilden sich allerdings nur in sonnigen, milden Klimalagen; sie breiten sich als Körnchenflieger durch den Wind aus. Sporenreife ist im Oktober. Bei der geschlechtlichen Vermehrung entsteht aus der Spore zunächst noch kein neuer Farn, sondern ein blattförmiger grüner Vorkeim mit einfachem (haploidem) Chromosomensatz, das Prothallium. Das Prothallium bildet dann die eigentlichen Keimzellen aus. Bei Anwesenheit von Wasser als Medium, in dem sich die reifen Keimzellen fortbewegen können, findet dann eine Befruchtung statt. Aus der befruchteten Eizelle des Prothalliums entsteht eine neue diploide Farnpflanze mit wieder vollständigem Chromosomensatz. Die vegetative Vermehrung erfolgt durch die langen unterirdischen Kriechsprosse (Rhizome). Es wurden in Finnland Rhizome bis zu 60 m Länge gefunden, entsprechend einem angenommenen Alter von 1.500 Jahren. Der Adlerfarn ist kalkmeidend.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
oligotrophic
terrestrial
woodlands
longlived
cuddly
mobile
shrubs
plant
Heimisch
Belgien (Flanders), Dänemark, Finnland, Norwegen, Portugal (Corvo Island), Schweden
Eingeführt
Australien, Bahamas, Bolivien, Brasilien, Kamerun, Kolumbien, Guyana, Iran, Madagaskar, Türkei, Sambia, Bogotá
South Australia, Ägypten
Weitere
Kolumbien (Relleno Sanitario La Esmeralda), Kolumbien (Boyacá, municipio de Iza, mina de Puzolana), Komoren, Dänemark, Jamaika, Mauritius, Mexiko, Norwegen, Vereinigte Staaten (Vermont-US), Eresfjord, Modum, Rakkestad
Rnadesund, Ulvdal, Vik, Parque Nacional Natural Serranía de Chiribiquete (PNNSCh), Albanien, Algerien, Altay, Amur, Antipodean Is., Österreich, Azores, Baleares, Baltic States, Belarus, Belgien, Bulgarien, Buryatiya, Canary Is., Central European Rus, Chatham Is., Chita, Corse, Zypern, Czechoslovakia, East European Russia, Äthiopien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Griechenland, Ungarn, Iran, Irland, Irkutsk, Italien, Kamchatka, Kasachstan, Kermadec Is., Khabarovsk, Krasnoyarsk, Kriti, Krym, Kuril Is., Lebanon-Syria, Madeira, Magadan, Mongolei, Marokko, Niederlande, New Zealand North, New Zealand South, North Caucasus, North European Russi, Northwest European R, Palestine, Polen, Portugal, Rumänien, Sakhalin, Sardegna, Selvagens, Socotra, South European Russi, Spanien, Schweden, Schweiz, Transcaucasus, Tunesien, Turkey-in-Europe, Turkey, Tuva, Ukraine, West Siberia, Yakutskiya, Jemen, Yugoslavia, Sicilia, Barrancas, Distracción, Hatonuevo, Riohacha, Garagoa, Ramiriquí, Tibaná, Chinavita, Ciénaga, Viracachá, Bucaramanga, Encino, Piedecuesta, Tona, Aust Agder, Surnadal, Telemar, Vest Agder, Ytre Sandsvær, Askim, Enebakk, Romedal, Stordal, Ørsta, Randesund, Tromsøy, Hidra, Sandar, Sauda, Agder, Vestlandet, Andebu, Stokke, From Østlandet to Molde, Aurland
"Der Adlerfarn kommt weltweit vor, lediglich in den polaren Gebieten und in Wüsten fehlt er" - diese in der Literatur oft angeführte Verbreitung ist zu korrigieren, seit die Gattung Pteridium in mehrere Arten (und Unterarten) unterteilt wird: Sie gilt nur noch für die Gattung Pteridium. Heute kommt die Art Pteridium aquilinum im engeren Sinne in Eurasien und im nördlichen und östlichen Afrika vor; in Amerika und Australien fehlt die Art ursprünglich wie auch in zahlreichen Ländern Südasiens. In Mitteleuropa kommt diese Art in Pflanzengesellschaften des Pruno-Rubion, des Quercion roboris und des Luzulo-Fagenion vor, ist überall verbreitet und häufig - in manchen regenreichen Gegenden wie Irland oder Schottland prägt sie gar ganze Landschaften. Adlerfarn wächst dabei gern in lichten Wäldern, an Waldrändern und von solchen Waldrändern her unterirdisch Richtung Wiesen und Weiden: hohe und dichte, den Graswuchs verdrängende Bestände bildend oder in Gebüschen auf bodensaurem Untergrund. Auf nährstoffärmeren Böden kann er nach Kahlschlägen oder Waldbränden Massenbestände bilden. Auch in lichten Waldkiefer-Wäldern breitet er sich häufig dominierend in der Krautschicht aus; in den Allgäuer Alpen z. B. steigt sie am Söllerkopf bei Oberstdorf bis zu 1600 m über Meereshöhe auf, in Graubünden erreicht sie 1800 Meter, in Kärnten 1820 und in Norditalien 2100. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3w+ (mäßig feucht aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 3 (montan), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Pteridium aquilinum subsp. latiusculum
Pteridium aquilinum subsp. pinetorum
Pteridium aquilinum subsp. pseudocaudatum
Pteridium aquilinum subsp. pubescens
Pteridium aquilinum subsp. wightianum