Gelber Wau
Heimisch
Belgium
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Der Gelbe Wau, auch Gelbe Rauke oder Gelbe Resede genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Reseda innerhalb der Familie der Resedagewächse (Resedaceae). Sie ist in Europa weit verbreitet.
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Der Gelbe Wau ist in Europa weitverbreitet. Sein Verbreitungsgebiet reicht von Makaronesien, Nordafrika, Süd-, Mittel- und Osteuropa bis in Kaukasusraum, Westasien, Zentralasien und Sibirien. Er ist in weiteren Ländern ein Neophyt. In Österreich ist er sehr häufig. In Deutschland kommt er im Süden verbreitet, im Norden als Neophyt zerstreut (besonders an Bahnstrecken und in Häfen) vor. Er gehört in Deutschland zu den Archäophyten. In Mitteleuropa fehlt er im Tiefland und in den höheren Mittelgebirgen gebietsweise, nach Osten wird er etwas seltener; sonst tritt er in Mitteleuropa zerstreut auf, und man findet ihn dort oft in kleineren, individuenarmen, lockeren, aber auffälligen Beständen. Der Gelbe Wau kommt bevorzugt in nährstoffreichen Stauden- und ausdauernden Unkrautfluren vor, besiedelt daneben aber auch halbruderale Queckenrasen trockenwarmer Standorte sowie Trocken- und Halbtrockenrasen. Er ist eine Rohboden-Pionierpflanze. Er wächst in der collinen bis montanen Höhenstufe. In den Allgäuer Alpen steigt er im Kleinwalsertal zwischen der Auenhütte und der Ifenhütte westlich Hirschegg bis zu 1420 m Meereshöhe auf. Er besiedelt Ödland, Wegränder und Bahnschotter, Steinbrüche und Dämme; in Kiesgruben und auf Äckern findet man ihn selten. Er bevorzugt lockere Pionier- und Unkrautfluren vor allem der Ordnung Onopordetalia. Der Gelbe Wau ist eine Halblichtpflanze, ein Trockniszeiger, auf mäßig stickstoffreichen Standorten wachsend und eine Ordnungscharakterart wärmebedürftiger und Trockenheit ertragender Ruderalfluren (Onopordetalia acanthii) meist im Echio-Melilotetum. Der Gelbe Wau gedeiht am besten auf nährstoffreichen, lockeren, steinigen oder sandigen Lehmböden, er geht aber auch auf Grus oder Schotter. Er steigt bei St. Moritz in Graubünden bis 1800 Meter, in den Seealpen bis 2000 Meter Meereshöhe auf. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).
Reseda lutea subsp. neglecta
Reseda lutea subsp. neglecta (Müll.Arg.) BallReseda lutea subsp. petrovichiana
Reseda lutea subsp. petrovichiana (Müll.Arg.) MaireReseda lutea subsp. vivantii
Reseda lutea subsp. vivantii (P.Monts.) RoviraDeutsch
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Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, auch Selbstbestäubung kommt vor.
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