Pflanzenwissen · Art
Der Sumpfporst ist eine Pflanzenart aus der Gattung Rhododendron innerhalb der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae).
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Belege
Ledum decumbens (Aiton) Lodd., Ledum decumbens (Aiton) Lodd. ex Steud., Ledum dilatatum Rupr., Ledum graveolens Gilib.
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Der Sumpfporst ist eine Pflanzenart aus der Gattung Rhododendron innerhalb der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae).
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Vegetative Merkmale Der Sumpfporst ist ein immergrüner Strauch, der Wuchshöhen von 0,5 bis 1,5 Metern erreicht. Der Sumpfporst erreicht ein Höchstalter von 30 Jahren. Die ausladenden Zweige sind rostbraun und filzig behaart. Der Sumpfporst verbreitet aufgrund seiner ätherischen Öle einen eigentümlich harzigen bis kampferartigen Geruch. Auch das Holz ist wohlriechend. Die Blätter riechen stark aromatisch und weisen einen intensiven Geschmack auf, der entfernt an Rosmarin und Balsamterpentin erinnert. Die derben, lederigen Laubblätter sind lineal-lanzettlich, am Rande eingerollt und auf der Unterseite dicht rostfarben oder rotbraun filzig behaart. Sie sind durchschnittlich 3 Zentimeter lang und 3 Millimeter breit und 2 bis 4 Millimeter lang gestielt. Der Supfport ist zwittrig und einhäusig. Generative Merkmale Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. In einem endständigen, doldigen Blütenstand sitzen die zahlreichen Blüten. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Der Kelch ist fünfzähnig mit abgerundeten Zipfeln; die Kelchblätter sind breit eiförmig, stumpf und drüsig-klebrig. Die fünf weißen bis rosaroten Kronblätter sind 5 bis 8 mm lang und nur an ihrer Basis verwachsen. Es sind zehn Staubblätter vorhanden, die länger sind als die Kronblätter. Die inneren Staubblätter sind kürzer als die äußeren. Der Griffel ist etwas kürzer als die Staubblätter, er trägt eine verdickte, fünfstrahlige Narbe und bleibt lange erhalten. Die hängenden, unscheinbaren, eiförmigen Kapselfrüchte sind 3,5 bis 4 Millimeter groß, öffnen sich von ihrem oberen Ende ausgehend und entlassen zahlreiche längliche Samen. Die Früchte sind zwischen Juli und August reif. Die Samen sind spindelförmig und bis 1,5 Millimeter lang. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 52.
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Sumpfporstblätter wurden zum Bierbrauen verwendet. Die Wirkstoffe im Sumpfporst verliehen dem Bier eine berauschende, die Alkoholwirkung verstärkende und konservierende Eigenschaft. Einer der frühesten Nachweise über die Verwendung von Porst als Brauzusatz fand sich in einer bronzezeitlichen Bestattung aus dem 15. Jahrhundert v. Chr. aus Egtved, Dänemark. Bis in die frühe Neuzeit wurde Sumpfporst, manchmal vermischt mit dem aromatischen Gagel, zum Brauen der sogenannten Grutbiere verwendet. Man benutzt ihn auch gegen Kleidermotten, Menschenläuse und Krätze durch Abreiben, wobei es ebenfalls zu leichten Vergiftungen kam.
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Es liegt eine Mykorrhiza vom Ericaceen-Typ vor. Die überwinternden Laubblätter dienen als Reservespeicher für den Austrieb im Folgenden Frühjahr. Entfernt man sie, stirbt die Pflanze ab. Blütenbiologisch handelt es sich um vorweibliche, aromatisch-betäubend duftende „Nektar führende Scheibenblumen vom Veronica-Typ“. Der Pollen bildet Tetraden. Die Bestäubung erfolgt durch Zweiflügler. Spontane Selbstbestäubung erfolgt durch Einkrümmen der Staubfäden. Die Fruchtkapseln biegen sich bei der Reifung abwärts und stehen reif streng vertikal. Die einzelne Klappen öffnen sich zuerst nicht am Griffelende, sondern an der Basis. Bei den Kapselfrüchten des Sumpfporstes handelt es sich um Wintersteher. Die durch Lufteinschluss leichten Samen werden durch den Wind als Körnchenflieger ausgebreitet. Die Keimung erfolgt erst im nächsten Jahr.
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Heimisch
Kanada (Labrador), Dänemark, Finnland, Grönland, Norwegen, Schweden
Eingeführt
Vereinigtes Königreich
Weitere
Dänemark, Norwegen, Belarus, British Columbia, Buryatiya, Central European Rus, Chita, Czechoslovakia, East European Russia, Finnland, Deutschland, Grönland
Inner Mongolia, Irkutsk, Japan, Kamchatka, Kasachstan, Khabarovsk, Korea, Krasnoyarsk, Kuril Is., Labrador, Magadan, Manchuria, Manitoba, Mongolei, North European Russi, Northwest European R, Northwest Territorie, Nunavut, Ontario, Polen, Primorye, Québec, Rumänien, Sakhalin, Saskatchewan, Schweden, Tuva, Ukraine, West Siberia, Yakutskiya, Yukon, North America, Alaska, Alberta, Aleutian Is., Altay, Amur, Österreich, Baltic States