Pflanzenwissen · Art
Die Essig-Rose, auch Gallica-Rose genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Rosen (Rosa) innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae).
Die Essig-Rose, auch Gallica-Rose genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Rosen (Rosa) innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie ist eine robuste Wildrose, die seit vielen Jahrhunderten kultiviert wird und von der viele unserer heutigen Garten-Rosen abstammen; sie wird zu den Alten Rosen gezählt.
Pflege
Für diese Art liegen uns noch keine geprüften Pflegehinweise vor.
Frag die Community — kostenloses Konto →Weltkarte
Sortenvielfalt
Marktplatz
Noch niemand hat diese Art im Angebot.
Steht sie bei dir zu eng? Ein Ableger findet hier schnell ein neues Zuhause.
Belege
Rosa arvina J.Lloyd,
Nächster Schritt
Beschreib dein Problem in der Pflanzenhilfe. Mit Foto antwortet meist noch am selben Tag jemand, der dieselbe Pflanze zu Hause hat. Aus Rücksicht auf die Fragenden lesen die Anfragen nur angemeldete Mitglieder — mitmachen kostet nichts.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Die Essig-Rose wächst als sommergrüner, gedrungener, aufrechter Strauch und erreicht Wuchshöhen von etwa 1 Meter. Es werden weithin kriechende Ausläufer gebildet. Die Zweige sind grün oder stumpfgrün. Die Stacheln sind sehr ungleich, meist gekrümmt, aber auch gerade und oft mit zahlreichen mehr oder weniger geraden Stachelborsten und Stieldrüsen besetzt. Die 2 bis 6 Zentimeter langen Laubblätter sind unpaarig gefiedert mit meist drei oder fünf, selten sieben Fiederblättchen. Der Blattstiel und -spindel sind durch Drüsen und Haken rau. Die ledrigen Fiederblättchen sind bei einer Breite von 2 bis 6 Zentimetern breit elliptisch oder eiförmig mit abgerundeter bis herzförmiger Basis und stumpfem oder plötzlich zugespitztem oberen Ende. Die Oberseite der Fiederblättchen ist dunkelgrün sowie rau und die Unterseits heller sowie oft leicht behaart. Die Sommerblätter bleiben bis in den Winter am Strauch. Die Nebenblätter sind schmal. Die Blütezeit reicht von Juni bis Juli. Die Blüten stehen meist einzeln auf dicken, drüsigen Blütenstielen. Tragblätter sind vorhanden. Die Blütenstiele, Blütenbecher und die Kelchblätter sind meist stieldrüsig. Die duftenden, zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 4 bis 6 Zentimetern radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die äußeren Kelchblätter sind stark gefiedert, nach der Blüte straff zurückgeschlagen und hinfällig. Die fünf Kronblätter sind ausgerandet, hellrot bis dunkelpurpurn, sie haben einen hellen Nagel. Die kurzen Griffel sind frei. Die Hagebutten sind bei einer Länge von etwa 1,5 Zentimetern kugelig oder birnenförmig, wenig fleischig, vor der Reife drüsenborstig und färben sich bei Reife braunrot. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 21 oder 28.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Bei der Essig-Rose handelt es sich um einen Nanophanerophyten. Die vegetative Vermehrung geschieht durch unterirdische Ausläufer.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Die Erstveröffentlichung von Rosa gallica erfolgte durch Carl von Linné. Rosa gallica ist die einzige Art der Sektion Rosa in der Untergattung Rosa innerhalb der Gattung Rosa. In molekulargenetischen Studien befindet sich Rosa gallica innerhalb der Klade der Sektion Caninae, verfügt jedoch über eine normale Meiose (vrgl. Canina-Meiose). Sie oder eine unbekannte/ausgestorbene nah verwandte Art könnte eine der Elternarten der allopolyploiden Caninae-Arten sein.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Eingeführt
Australien, Belgien, Kanada (Nova Scotia), Estland, Frankreich, Niederlande (The Netherlands), Portugal (Portugal Continental), Schweden, Vereinigtes Königreich (Great Britain), Belarus, Maine, Maryland
Massachusetts, Michigan, Mississippi, Missouri, Niederlande, New Hampshire, New Jersey, New York, New Zealand North, New Zealand South, North Carolina, Nova Scotia, Ohio, Ontario, Pennsylvania, Portugal, Québec, Rhode I., South Australia, South Carolina, Spanien, Tadzhikistan, Tennessee, Texas, Tunesien, Vermont, Virginia, Wisconsin, Baleares, Connecticut, Vereinigtes Königreich, Illinois, Indiana, Kentucky, Libyen, Louisiana
Weitere
Brasilien, Kanada (New Brunswick), Norwegen, Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), Vereinigte Staaten (Vermont-US), Corse, Czechoslovakia, East European Russia, Frankreich, Deutschland, Turkey, Griechenland
Ungarn, South European Russi, Polen, Irak, Italien, Transcaucasus, Krym, Schweiz, Yugoslavia, Rumänien, Sardegna, North Caucasus, Albanien, Österreich, Sicilia, Bulgarien, Turkey-in-Europe
In Mitteleuropa fehlt die Essig-Rose nördlich von Main und Mosel (mit Ausnahme der südlichen Eifel, der Rhön und der Haßberge). In den Mittelgebirgen mit kalkhaltigem Gestein ist sie selten, sie bildet dort aber oft lockere Bestände; in den Alpen fehlt sie. Die Gallica-Rose wächst wild in Laubwäldern und auf trockenen Wiesen in Mitteleuropa und Südeuropa. Sie wurde schon von den Römern als Heilpflanze, zur Herstellung von Parfüm und Rosenessig in Plantagen angebaut. Als Heilpflanze wurde sie nach Untergang des römischen Reiches in Klostergärten, später auch als Zierpflanze in privaten Gärten angepflanzt. Sie kann wurzelecht vermehrt werden und treibt Ausläufer, die im Garten schwer wieder zu entfernen sind. Die wärmeliebende Essig-Rose braucht Frühjahrsnässe und Sommertrockenheit in Licht- bis Halbschattenlage. Sie gedeiht am besten auf nährstoffreichen, aber kalkarmen, schweren Lehm- oder Tonböden. Sie besiedelt Waldränder und Wegraine im Hügel- und im Bergland. Sie kommt in Mitteleuropa vor allem in Gesellschaften der Verbände Berberidion oder Geranion sanguinei, aber auch in denen der Ordnung Quercetalia pubescentis oder des Verbands Carpinion vor.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle