Pflanzenwissen · Art
Die Armenische Brombeere, auch Gartenbrombeere, ist eine Pflanzenart der Brombeeren.
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Rubus hedycarpus subsp. armeniacus (Focke) Erichsen, Rubus hedycarpus subsp. armeniacus (Focke) Focke
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Die Armenische Brombeere, auch Gartenbrombeere, ist eine Pflanzenart der Brombeeren. Die Art wird, in mehreren Sorten, gern im Garten angebaut und ist eine wichtige Quelle für schmackhafte Brombeeren. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet ist unklar, höchstwahrscheinlich die Kaukasusregion. Heute wird sie in zahlreichen Regionen als invasiver Neophyt betrachtet. Die Art gehört in vielen Teilen Europas und Nordamerikas zu den häufigsten wildwachsenden Brombeerarten.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Rubus armeniacus ist, wie alle Brombeeren, ein ausdauernder Scheinstrauch mit zweijährigen Sprossen („Ranken“), die vom ausdauernden Wurzelsystem hervorgebracht werden. Wie typisch für die Brombeeren verholzen die Triebe (Schösslinge) im ersten Jahr und überwintern. Blüten werden erst im zweiten Jahr an verzweigten Seitentrieben gebildet, danach stirbt der gesamte Spross ab. Die stark verzweigten Schößlinge der Art sind hochbogig (in Mitteleuropa die größte Brombeerart), sie können als Spreizklimmer bis in fünf Meter Höhe an anderen Gehölzen emporranken. Frei wachsen sie bogenförmig und können sich an der Spitze bei Erdkontakt bewurzeln und so vegetativ ausbreiten. Sie sind kantig mit rinnig vertieften, seltener flachen Seiten, glänzend und erreichen 8 bis 25 Millimeter Durchmesser. Sie sind zunächst grün gefärbt, oft mit roten Stachelbasen, und können bei Belichtung teilweise entlang der Kanten oder ganz nach weinrot umfärben. Anfangs sind sie zerstreut behaart, später fast kahl. Die kräftigen Stacheln sind untereinander gleich gestaltet, es treten pro 5 Zentimeter Sprossabschnitt etwa vier bis acht davon auf. Sie besitzen eine breite Basis und sind allmählich verschmälert, abstehend und etwas geneigt; ihre Länge beträgt 6 bis 7 (-11) Millimeter. Die Laubblätter sind fünfzählig handförmig in einzelne Blättchen geteilt und auffallend zweifarbig; die Oberseite matt dunkelgrün, die Unterseite durch angedrückte Behaarung (mit unauffälligen abstehenden längeren Haaren) weiß bis weißgrau filzig. Ihr Endblättchen ist lang gestielt, es ist breit verkehrt-eiförmig bis elliptisch oder rundlich, mit gestutztem oder etwas herzförmigem Grund und am Apex mit lang ausgezogener, etwas abgesetzter Spitze. Ihr Rand ist grob und etwas unregelmäßig gezähnt. Die unteren Blättchen sind nur 3 bis 6 mm lang gestielt. Der Blattstiel ist etwa genauso lang wie die untersten Blättchen, er ist zerstreut behaart und bestachelt. Die Nebenblätter sind schmal linealisch. Die Blätter sind wintergrün, sie überwintern und fallen im Frühjahr, mit dem Austrieb der frischen Blätter, ab. Der Blütenstand ist umfangreich und stark verzweigt, von abgestumpft pyramidenförmigem Umriss. Er ist außen unbeblättert, die Laubblätter beginnen etwa 5 bis 10 Zentimeter unterhalb der Spitze, sie sind drei- bis fünfteilig und deutlich kleiner als die Blätter der vegetativen Bogentriebe. Seine Achse ist kantig, angedrückt filzig und zusätzlich abstehend behaart, mit wenigen Drüsenhaaren. Die Blütenstiele der Einzelblüten erreichen 7 bis 14 mm Länge, sie sind mit kleinen Stacheln (bis 2,5 mm lang) bestachelt. Der zurückgeschlagene Kelch ist graufilzig behaart und drüsig. Die Kronblätter sind blass rosa gefärbt, sie sind breit elliptisch und mit 14 bis 20 Millimeter Länge recht groß. Die zahlreichen Staubblätter sind merklich länger als die blassrosa gefärbten Griffel, ihre Staubfäden sind schwach behaart. Die Früchte (die typische Sammelsteinfrucht der Brombeeren) sind unreif rot, reif blauschwarz gefärbt. Sie sind groß und wohlschmeckend. Blütezeit der Art ist von Juni bis Juli. Die Art ist, wie die meisten apomiktischen Brombeersippen, tetraploid mit Chromosomenzahl 2n=28.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Die Art ist aufgrund der großen, wohlschmeckenden Früchte eine beliebte Gartenpflanze. Verbreitet sind etwa die Sorten „Theodor Reimers“ und „Himalaya“. Zahlreiche kultivierte Brombeersorten gehen auf Hybride unter Beteiligung der Armenischen Brombeere zurück, darunter die in den USA sehr beliebte „Marionberry“.
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cbd 2014 pathway:escape horticulture
etabliert
Eingeführt
Belgien, Tschechien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Japan, Niederlande (The Netherlands), Norwegen, Polen, Schweden
Schweiz, Vereinigtes Königreich (Great Britain), Yugoslavia, Mexico Northwest, Niederlande, Eswatini, Alabama, Österreich, California, Colorado, Czechoslovakia, Vereinigtes Königreich, Illinois
Weitere
Dänemark, Finnland, Norwegen, Slowakei, Schweden, Transcaucasus, Iran
gemäßigtes Asien (WGSRPD:3)
Europa (WGSRPD:1)
Osteuropa
Ostasien