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Die Salweide, veraltete Schreibweise Saalweide, von Botanikern bevorzugt mit der Bindestrichschreibweise als Sal-Weide bezeichnet, ist eine Pflanzenart in der Gattung der Weiden (Salix) innerhalb der Familie der Weidengewächse (Salicaceae). Aufgrund ihrer frühen Blütezeit ab Anfang März ist die Salweide eine wichtige erste Futterpflanze für Insekten wie zum Beispiel Honigbienen, aber auch ein beliebter Frühlingsschmuck im Haus. Sie ist auch unter den Namen Hängesalweide, Palmweide und Kätzchenweide bekannt. Ferner ist sie regional unter der Bezeichnung Palmkätzchen bekannt – auch die Gebinde aus Weidenzweigen und anderen Gehölzen, die für das Brauchtum am Palmsonntag verwendet werden, tragen diesen Namen.
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Wuchsform und Rinde Die laubabwerfende Salweide erreicht Wuchshöhen zwischen 2 und 10 Metern, an geeigneten Standorten bis über 20 Metern. Der Stammdurchmesser erreicht bis über 90 Zentimeter. Als Durchschnittsalter werden 60 Jahre angegeben. Kennzeichnend ist ihre verhältnismäßig breite Baumkrone. Die Rinde der jungen Stämme weist eine graue Färbung mit rautenförmigen Korkwarzen auf. Bei älteren Exemplaren zeigt die graue bis schwarzbraune Borke rautenförmige Aufsprünge, die in Reihen regelmäßig angeordnet sind. Die, im Gegensatz zur Bruch-Weide, nicht brüchigen Zweige sind anfangs graugrün gefärbt und behaart. Sie verkahlen mit zunehmendem Alter und nehmen eine rötliche oder schwärzliche Färbung an. Knospen und Blätter Die gelb- bis rotbraunen, ovalen, spitz zulaufenden Knospen der Salweide sind spiralig angeordnet. Eine einzige geschlossene Knospenschuppe, die sich wie eine Mütze abziehen lässt, bedeckt die Knospe. Anfangs sind die Blattknospen etwas behaart, später verkahlen sie. Die formenreichen Laubblätter der Salweide entfalten sich erst nach der Blütezeit und sind wechselständig angeordnet. Sie werden zwischen 5 und 7 cm lang und zwischen 2,5 und 4 cm breit. Sie sind in der Blattmitte oder knapp unterhalb dieser am breitesten. Die meist rundlich-elliptischen Blätter sind unregelmäßig gekerbt, gezähnelt oder ungleichmäßig buchtig gerandet und enden in einer kurzen stumpfen oder etwas gedrehten Blattspitze. Junge Blätter sind auf ihrer Blattoberseite etwas behaart. Im Laufe der Blattentwicklung fallen die kurzen Härchen ab, wobei die dunkelgrüne und häufig etwas glänzende Blattoberfläche mit eingesenktem gelbem Blattadernetz deutlich erkennbar wird. Die blau- bis graugrüne Blattunterseite weist eine dauerhafte weißfilzige und dichte Behaarung auf, unter welcher die Nervatur deutlich hervortritt. Die Blattstiele sind bis zu 2 cm lang. An der Basis der Blattspreiten bilden sich kleine, halbnierenförmige Nebenblätter aus. Blütenstände und Früchte Vor dem Laubaustrieb zwischen März und April entwickeln sich die eingeschlechtigen Blütenstände der Salweide, die sogenannten Weidenkätzchen. Wie fast alle Weidenarten ist auch die Salweide zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch), das heißt, dass an einem Baum entweder nur weibliche oder ausschließlich männliche Blüten gebildet werden. Die Blüten beider Geschlechter stehen in einem aufrecht orientierten Kätzchenblütenstand zusammen. Die etwa 2 mm langen Tragblätter der Blüten sind zweifarbig: unten schwarz und oben silbrig-weiß und an ihrer Spitze lang bärtig behaart. Daher erscheinen sowohl die weiblichen als auch die männlichen Kätzchen im jungen Zustand pelzig. Erst im Zuge ihrer Entwicklung bilden sich kurze Blütenstiele. Die unscheinbaren Einzelblüten besitzen keine Blütenhülle. Die ovalen bis breitovalen männlichen Kätzchen erreichen eine Länge von 1,5 bis 2,5 cm Länge und etwa 1,5 cm Breite. Die angenehm nach Honig duftenden Einzelblüten verfügen über je zwei Staubblätter mit etwa 6 bis 8 mm langen Staubfäden und ellipsoiden, gelben Staubbeuteln. Am Blütengrund befinden sich zwei Nektardrüsen. Nach der Blüte fallen die männlichen Kätzchen ab. Die kurz-zylinderförmigen weiblichen Kätzchen sind grünblütig. Jede Blüte besitzt einen langgestielten, dicht silbrig behaarten, oberständigen Fruchtknoten. Dieser besteht aus zwei miteinander verwachsenen Fruchtblättern und enthält ein Fruchtfach. An der Basis des Fruchtknotens befinden sich zwei Nektardrüsen. Der Fruchtknoten geht in einen sehr kurzen Griffel über, den zwei bis zur Mitte zweiteilige Narben abschließen. Die beiden Narben stehen aufrecht und liegen eng aneinander. Die weiblichen Blütenstände sind 2 cm hoch und etwa 0,8 bis 1 cm breit. Sie strecken sich während des Erblühens und erreichen zur Fruchtzeit eine Länge von 6 cm und eine Breite von 1,8 cm. Ab Mai bis Juni reifen trockene, grüne vielsamige Kapselfrüchte. Die zweispaltige, aufklappbare Kapsel wird bis zu 9 mm lang. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 38 oder 76.
Salix caprea f. pendula
Salix caprea subsp. capreaSalix caprea var. dentata K.S.Hao, 1936Salix caprea var. pendula G.Kirchn., 1864Salix caprea var. sinica K.S.Hao, 1936Salix caprea var. sphacelata (Sm.) Hartm.
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Die Rinde der Salweide wird in der Gerberei verwendet. Das Holz wird zur Herstellung von Pfählen genutzt. Von Imkern wird sie vermehrt und besonders an Bienenständen angepflanzt, um die Völker im Frühjahr vor allem mit ausreichender Pollentracht zu versorgen. Der Pollen- und Nektarwert wird von Mitte März bis Ende April mit der höchsten Stufe 4 eingestuft.
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Die Blüten der Salweide werden durch Insekten bestäubt. Die Ausbreitung der Diasporen erfolgt durch den Wind. Die flaumig behaarten Samen hängen an ihren Haarschöpfen zusammen, so dass sie weiße Samenknäuel bilden, welche vom Wind über große Entfernungen verbreitet werden können. Die Keimfähigkeit ist bereits direkt nach der Reife gegeben, verliert sich aber relativ schnell. Salweiden lassen sich – anders als die meisten anderen Weidenarten – kaum durch Sprossstecklinge vermehren. Die Kätzchen der Salweide stellen die erste wichtige Bienennahrung im Jahr dar. Auch frühfliegende Falterarten wie Zitronenfalter, Kleiner Fuchs und Tagpfauenauge schätzen im zeitigen Frühjahr den nahrhaften Nektar. Ferner bietet sie vielen Käfern wie beispielsweise den Weidenblattkäfern (Chrysomela) Nahrung, da diese ihre Blätter fressen. Der Moschusbock (Aromia moschata) ernährt sich vom Saft der Salweide. Dem Wild dient die Salweide als Deckungsstrauch und zur Wildäsung.
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