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Der Rote Holunder, auch Hirsch-Holunder, Traubenholunder oder Berg-Holunder genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Holunder (Sambucus) innerhalb der Familie der Moschuskrautgewächse (Adoxaceae).
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Der Rote Holunder wächst als laubabwerfender, großer Strauch, der Wuchshöhen von 1 bis 3, selten bis zu 8 Meter erreicht. Die Laubblätter sind (selten zweifach) unpaarig fiedrig geteilt. Der Blattrand ist gesägt. Die auch schon an relativ jungen Sträuchern gebildeten, endständigen, aus zymösen Teilblütenständen zusammengesetzten schirmrispigen Gesamtblütenstände enthalten viele Blüten. Die relativ kleinen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kronblätter sind weiß oder cremefarben bis gelblich-grün. Drei bis fünf Fruchtblätter sind zu einem drei- bis fünfkammerigen Fruchtknoten verwachsen. Jede Fruchtknotenkammer enthält nur eine Samenanlage. Der kurze Griffel endet in drei bis fünf Narben. Die Steinfrucht enthält drei bis fünf Samen. Die Früchte von Sambucus racemosa lassen sich ebenso wie die deutlich größeren Beeren des Schwarzen Holunders verwerten. Die Fruchtstände des Roten Holunders stehen aufrecht, während die des Schwarzen Holunders aufgrund ihres Eigengewichts in der Regel nach unten hängen. Die Früchte reifen im Juli bis August leuchtend rot. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.
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Der Rote Holunder (Sambucus racemosa subsp. racemosa) wächst gerne an schattigen Orten in Wäldern und Waldrändern in Europa und Westasien, auch in Gebüschen und auf Lichtungen ist er zu finden. Er ist eine Charakterart des Sambucetum racemosi aus dem Verband Sambuco-Salicion. In Mitteleuropa ist er vorwiegend in höheren Lagen zu finden. Die Vorkommen in Österreich sind sehr häufig und erstrecken sich auf alle Bundesländer. Mit seinen Unterarten besiedelt er jedoch auch große Teile Nordamerikas und Asiens. In den Allgäuer Alpen steigt er bis zu einer Höhenlage von etwa 1800 Metern auf. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 2+ (unter-subalpin und ober-montan), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).
Sambucus racemosa f. dissecta
Sambucus racemosa f. laciniata (W.D.J.Koch ex DC.) House, 1923Sambucus racemosa f. racemosaSambucus racemosa f. rosaeflora
Sambucus racemosa f. xanthocarpa House, 1923Sambucus racemosa subsp. pubens
Sambucus racemosa subsp. pubens (Michx.) HulténSambucus racemosa subsp. racemosaSambucus racemosa var. laciniata A.Gray, 1884Sambucus racemosa var. leucocarpa
Sambucus racemosa var. melanocarpa
Sambucus racemosa var. melanocarpa (A.Gray) Mc MinnSambucus racemosa var. microbotrys
Sambucus racemosa var. microbotrys (Rydb.) Kearney & PeeblesSambucus racemosa var. racemosaDeutsch
Roter Holunder · Trauben-Holunder
Englisch
American Red Elder · Bunchberry Elder · Coastal Red Elderberry · Eastern Red Elder · European red elder · European Red Elder · European Red Elderberry · Pacific Coast Red Elder · red-berried elder · Red-berried Elder · Red-Berried Elder · red-berry elder · Red-Berry Elder · Red Elderberry · Scarlet Elderberry
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Er ist resistent gegen Kälte und Wind; Trockenheit oder Kalk schaden ihm. Er bevorzugt Standorte mit viel Stickstoff und wenig Salz.
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Sambucus racemosa wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum, Band 1, Seite 270 erstbeschrieben. Innerhalb dieser Art werden mehrere Unterarten, Varietäten und Formen unterschieden: Roter Holunder (Sambucus racemosa L. subsp. racemosa, Syn.: Sambucus tigranii Troitsky): Die Heimat reicht von Südeuropa und Mitteleuropa bis nach Armenien. Sambucus racemosa subsp. kamtschatica (E.L.Wolf) Hultén (Basionym Sambucus kamtschatica E.L.Wolf, Syn.: Sambucus coreana (Nakai) Kom. & Aliss.): Die Heimat ist Korea, Japan und der russische Ferne Osten mit Sachalin, Kamtschatka und den Kurilen. Stinkender Holunder (Sambucus racemosa subsp. pubens (Michx.) House, Basionym: Sambucus pubens Michx., Sambucus pubescens Pers.): Das weite, ursprüngliche Verbreitungsgebiet liegt mit vier Varietäten in Nordamerika. Sambucus racemosa L. subsp. pubens (Michx.) House var. arborescens (Torr. & A.Gray) A.Gray (Basionym: Sambucus pubens var. arborescens Torr. & A.Gray, Syn.: Sambucus callicarpa Greene): Die Heimat ist das westliche Nordamerika. Sambucus racemosa L. subsp. pubens (Michx.) House var. melanocarpa (A.Gray) McMinn (Basionym: Sambucus melanocarpa A.Gray): Die Heimat ist das westliche Kanada und die nordwestliche, südlichzentrale und südwestliche USA. Sambucus racemosa L. subsp. pubens (Michx.) House var. microbotrys (Rydb.) Kearney & Peebles (Basionym: Sambucus microbotrys Rydb.): Die Heimat ist die nordwestliche, südlichzentrale und südwestliche USA. Sambucus racemosa L. subsp. pubens (Michx.) House var. pubens (Michx.) Koehne: Die Heimat ist das östliche und westliche Kanada sowie die nordöstliche, nördlichzentrale und südöstliche USA. Sambucus racemosa subsp. sibirica (Nakai) H.Hara (Basionym: Sambucus sibirica Nakai): Das weite Verbreitungsgebiet reicht vom russischen Fernen Osten, Sibirien, China und der Mongolei bis zum europäischen Russland. Japanischer Holunder (Sambucus racemosa subsp. sieboldiana (Miq.) H.Hara, Basionym: Sambucus racemosa var. sieboldiana Miq., Syn.: Sambucus sieboldiana (Miq.) Blume ex Graebn.): Die Heimat ist Japan und Südkorea. Sambucus racemosa L. subsp. sieboldiana (Miq.) H.Hara f. nakaiana Murata (Syn. Sambucus sieboldiana f. xanthocarpa (Nakai) Rehder, Sambucus sieboldiana var. xanthocarpa Nakai): Die Heimat ist Honshu. Sambucus racemosa L. subsp. sieboldiana (Miq.) H.Hara f. stenophylla (Nakai) H.Hara (Basionym: Sambucus sieboldiana var. stenophylla Nakai, Syn.: Sambucus buergeriana (Nakai) Blume, Sambucus racemosa var. miquelii Nakai, Sambucus sieboldiana var. buergeriana Nakai, Sambucus sieboldiana var. miquelii (Nakai) H.Hara): Die Heimat ist Honshu.
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