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Sorghumhirse, auch Mohrenhirse, Sorgho, Dari, Durrha-Hirse bzw. Durrakorn, Besenkorn, Guineakorn, Shallu, Milo oder Jowar genannt, ist die wichtigste Hirse-Art aus der Gattung Sorghum innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae). Als Zuckerhirse bezeichnet man alle stark zuckerhaltigen Sorten dieser Art. Andere Sorten der Art werden als Körnerhirse, Faserhirse oder Futterhirse bezeichnet.
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Vegetative Merkmale Das einjährige Rispengras erreicht Wuchshöhen von 2,50 bis 5 Metern. Der Pflanzenaufbau ist Mais etwas ähnlich. Aus einem kräftigen Wurzelsystem bilden sich zwei bis drei Halme. Am etwa 1 bis 2 Zentimeter starken, markgefüllten Halm sind die Laubblätter zweizeilig angeordnet. Die Blattspreiten sind 30 bis 60 Zentimeter lang und 5 bis 8 Zentimeter breit mit nach unten vortretender Mittelrippe. Generative Merkmale Die Blütezeit reicht in Mitteleuropa von Juli bis September. Die Blüten werden in meist kompakten rispigen Blütenständen aus sehr vielen Ährchen gebildet. Der Stiel des gestielten Ährchens ist 0,5 bis 2, selten bis zu 3 Millimeter lang. Das sitzende Ährchen ist eiförmig bis fast kugelig. Die runden Karyopsen haben Durchmesser von 4 bis 8 Millimetern, sie können je nach Sorte weiß, gelb oder rot sein. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20.
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Sorghumhirse stammt aus Afrika und ist dort sowie in Amerika, Asien und Europa in trockeneren, warmen und gemäßigten Klimagebieten als Futtergras verbreitet. Die Standortansprüche der wärmeliebenden und frostempfindlichen Pflanze sind gering, lediglich Staunässe und kalte Böden meidet sie. Tiefgründige (sandige) Lehmböden sind ideal. Die ausgeprägte Trockenheitstoleranz der Sorghumhirse wird gefördert durch die Fähigkeit, das Wachstum bei Trockenheit zu unterbrechen und später wieder aufzunehmen. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).
Sorghum bicolor nothosubsp. drummondii (Nees ex Steud.) de Wet ex Davidse
Sorghum bicolor subsp. bicolorSorghum bicolor subsp. verticilliflorum
Sorghum bicolor subsp. verticilliflorum (Steud.) de Wet ex Wiersema & J.Dahlb.
Sorghum bicolor var. bicolorSorghum bicolor var. charisianum
Sorghum bicolor var. rotundulum (Snowden) Teplyak., 1991Deutsch
gewöhnliche Mohrenhirse · Mohrenhirse · nickende Mohrenhirse · Zuckerhirse · Zweifarbige Mohrenhirse
Englisch
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In Westafrika, insbesondere in der Sudanzone, ist Sorghum bicolor ein wichtiges Getreide, aus dem Tô (Hirsebrei) und Dolo (Hirsebier) hergestellt werden. In Ostafrika dient es der Herstellung der Biersorten Merisa, Pombe und Tella. In Indien ist Sorghum Grundnahrungsmittel in trockenen Gegenden der Landesmitte wie in Maharashtra oder dem nördlichen Karnataka. Während es in Gujarat als Viehfutter angebaut wird, gilt es im westlichen Madhya Pradesh als Nahrung der ärmeren Bevölkerungsteile. Größtenteils wird es als Fladenbrot (Marathi: bhākrī, kanaresisch: jōļada rotti) zu verschiedenen Gemüsecurries gegessen. In China wird aus Sorghumhirse der Schnaps Kaoliang hergestellt. Wissenschaftler arbeiten derzeit an Sorghumsorten mit verbessertem Nährstoffgehalt, wie Vitamin A, Zink, Eisen und mehreren Aminosäuren. Zuckerhirse Zuckerhirse wird zur Sirupproduktion (Melasse), als Grünfutter und als Silage genutzt, in Entwicklungsländern auch als Brennstoff und Baumaterial (Decken von Dächern). Anfang des 19. Jahrhunderts war die Sirupgewinnung aus Zuckerhirse noch wirtschaftlich bedeutsam, wurde dann aber von Zuckerrübe und Zuckerrohr verdrängt. Heute sind die USA der größte Produzent von Sirup aus Zuckerhirse. In Deutschland wird Zuckerhirse versuchsweise in trockenen Lagen angebaut, zur Verwendung als Silage in der Tierfütterung oder als Biogassubstrat. Bei der Biogaserzeugung lassen sich ähnliche Methanausbeuten wie bei der Vergärung von Maissilage erzielen. Laut Kaltschmitt et al. liegen diese bei 300 bis 360 Liter Methan/kg organischer Trockenmasse gegenüber 295 bis 380 Liter Methan/kg organischer Trockenmasse bei Mais. In den USA wird Zuckerhirse auch zur Herstellung von Bioethanol genutzt. Ein wichtiger Grund für die zunehmende Beachtung der Zuckerhirse liegt darin, dass sie mit ihrem zuckerhaltigen Stängel den Grundstoff für Bioethanol und in eingeschränktem Umfang Nahrungsmittel aus den Körnern liefert. Anders als Mais, Weizen oder Zuckerrohr erlaubt Zuckerhirse damit eine gleichzeitige Erzeugung von Nahrung und Energie. Nach M. Kaltschmitt werden Zuckergehalte von 35 % in der Trockenmasse (TM) der Gesamtpflanze und 8 bis 9 % in der Frischmasse (FM) erreicht. Die rechts stehende Tabelle zeigt die Anteile der wichtigsten Inhaltsstoffe der Zuckerhirse. Der Zuckergehalt setzt sich aus ca. 63 % Saccharose, 21 % Glucose und 16 % Fructose zusammen. Nach der Zuckersaftgewinnung verbleibt als Rest die Bagasse, die hauptsächlich aus Cellulose, Hemicellulose und Lignin besteht. Faserhirse Die Faserhirse, die auf besonders hohen Gehalt an Cellulosefasern gezüchtet wird, wird ebenfalls überwiegend zur energetischen Nutzung angebaut. Daneben gibt es auch traditionelle stoffliche Verwendungen wie die Herstellung von Besen (meist „Reisstrohbesen“ genannt), die Nutzung als Baumaterial oder zur Papierherstellung.
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cbd_2014_pathway:contaminant_seed
Europe (WGSRPD:1)
Perennial herb
casual
Africa
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