Kristian Peters -- Fabelfroh 11:33, 15 September 2007 (UTC) · Kristian Peters -- Fabelfroh 11:33, 15 September 2007 (UTC) · CC BY-SA
Sphagnum warnstorfii ist ein Torfmoos, das der Gattung Sphagnum zugeordnet ist und zu der Abteilung der Laubmoose (Bryophyta) gehört. Es wird im deutschen Sprachgebiet Warnstorfs Torfmoos genannt.
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Merkmale der Pflanze Sphagnum warnstorfii ist ein schlankes Torfmoos von geringer oder selten normaler Größe mit flachen, sternförmigen Köpfchen. Es bildet kompakte Polster. Die Färbung variiert von gelbgrün über grün bis zu rotbraun und dunkelviolett. Im getrockneten Zustand zeigt sich oft ein deutlich bläulicher Schimmer. Die Stämme sind rot bis grün gefärbt. Die meist deutlich rötlich-violett, selten grünlich gefärbte oder farblose Sklerodermis ist von der Epidermis stark abgesetzt. Die Epidermis besteht aus zwei bis vier (selten bis fünf) Zellschichten; ihre Hyalocyten sind fibrillenlos und meist porenlos. Die dreieckig-zungenförmigen bis zu zungenförmigen, 0,7–1,4 Millimeter langen und 0,5–0,8 Millimeter breiten Stammblätter liegen dem Stämmchen aufrecht an und besitzen eine breit abgerundete bis etwas gestutzte Blattspitze. Der Blattsaum ist an der Blattbasis mit mehr als einem Drittel der Blattbreite am stärksten entwickelt. Die rhomboidalen, entweder ungeteilten, meist aber einfach geteilten Hyalocyten besitzen keine Fibrillen und keine Poren. Die am Stamm ansetzenden, in faszikel – oder wirtelähnlichen Astbüscheln mit zwei bis drei abstehenden und ein bis zwei hängenden Zweigen stehenden, langen, sich verjüngenden Äste sind üblicherweise fünfzeilig beblättert. Die geraden, eiförmig-lanzettlichen, 0,9–1,4 Millimeter langen, 0,4–0,5 Millimeter breiten und zugespitzten Astblätter besitzen nach oben eingerollte Blattspitzen. Sie sind im Querschnitt konkav und mit Fibrillen verstärkt. Die Blattränder haben keine Resorptionsfurche und sind ganzrandig glatt gestaltet. Die Hyalocyten der konvexen Oberfläche weisen entlang den an den Chlorocyten liegenden Zellwänden nahe der Blattspitze sehr kleine, weniger als ein Viertel der Zellenbreite messende, beringte Poren auf. Sie verändern sich zur Basis hin abrupt in große, elliptische Formen mit Ausmaßen von vier Zehntel der Zellenbreite. Die konkave Oberfläche trägt in den mittleren Bereichen der Blattränder und an der Blattbasis große runde Poren. Die Chlorocyten der Astblätter sind im Querschnitt dreieckig bis trapezförmig und auf der Blattunterseite gegenüber den Hyalocyten breiter hervorgehoben als auf der Blattoberseite, wo sie auch von den Hyalocyten eingeschlossen sein können. Geschlechtliche Merkmale Sphagnum warnstorfii ist geschlechtlich diözisch (zweihäusig) ausgerichtet. Die bei Sphagnum warnstorfii nicht häufigen Sporenkapseln reifen im Spätsommer bis zum Frühherbst. Die auf beiden Oberflächen fein warzigen Sporen messen 17–26 Mikrometer und sind dunkelgelblich gefärbt; die in der Mitte liegende Laesura misst weniger als die Hälfte des Sporenradius. Die antheridientragenden Äste sind rötlich und mit keuligen Spitzen ausgestattet; die perigonialen, blütenhüllenähnlichen Blätter sind kürzer und breiter als die vegetativen Astblätter.
Deutsch
Warnstorfs Torfmoos
Englisch
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