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Der Sumpfenzian, auch Blauer Tarant, Blauer Sumpfstern, Moorenzian, Blauer Sumpfstern oder Tarant genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Sumpfenziane (Swertia) innerhalb der Familie der Enziangewächse (Gentianaceae).
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Vegetative Merkmale Swertia perennis wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 60 Zentimetern. Der Stängel ist kantig. Bei den unteren Laubblätter ist die einfache Blattspreite bei einer Breite von 1 bis 2 Zentimetern eiförmig mit stumpfem oberen Ende, in den Blattstiel verschmälert und wechselständig. Die oberen Laubblätter sind länglich-lanzettlich, gegenständig, ungestielt, halbstängelumfassend und kleiner. Generative Merkmale Die Blüten sind locker in einem rispentraubigen Blütenstand angeordnet. Die Blütenstiele sind geflügelt-vierkantig. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und vier- oder fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Kelchzipfel sind linealisch mit zugespitztem oberen Ende. Die Blütenkrone ist stieltellerförmig. Die stahlblauen bis trübvioletten Kronblätter sind nur an ihrer Basis verwachsen und sternförmig ausgebreitet; sie besitzen oft dunklere Punkte oder Streifen. Die 10 bis 16 Millimeter langen und spitzigen Kronzipfel haben am Grund je zwei fransig abgedeckten Nektargrübchen. Die Staubblätter sind fast doppelt so lang wie der Fruchtknoten. Ein Griffel fehlt. Die Narbe ist zweilappig. Die Kapselfrucht ist bei einer Länge von 10 bis 12 Millimetern eiförmig. Die Samen sind ringsum ungleich geflügelt. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.
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Swertia perennis subsp. cuspidata (Maxim.) H.Hara
Swertia perennis subsp. perennis
Swertia perennis var. cuspidata
Swertia perennis var. perennis
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Blauer Sumpfstern · Blauer Sumpfstern, Tarant
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Inserat erstellen →Swertia perennis ist auf der Nordhalbkugel weitverbreitet. Es gibt Fundortangaben für die chinesischen Provinzen Heilongjiang sowie Jilin, Japan, Spanien, Frankreich, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, die Schweiz, Italien, Tschechien, Polen, die Slowakei, Slowenien, Serbien, Bulgarien, Rumänien, Belarus, Estland, Litauen, Lettland, Kaliningrad, Astrachan, Nizhniy Novgorod, die Ukraine, Alaska, British Columbia, Washington, Oregon, Colorado, Montana, Wyoming, Kalifornien, Arizona, Nevada, Utah sowie New Mexico. Swertia perennis kommt in Europa in den Alpen, Pyrenäen im Balkangebirge vor. Standorte sind meist kalkarme Flach- und Quellmoore, Feuchtwiesen von der Tallage bis in einer Höhenlage von etwa 2500 Metern. In den Allgäuer Alpen steigt er bis zu einer Höhenlage von 1400 Metern auf. Er steigt am Rinsennock an der Grenze von Kärnten und Steiermark bis zu einer Höhenlage von 2330 Meter auf. In Österreich kommt Swertia perennis zerstreut vor, er fehlt im Burgenland und Wien. Der Sumpfenzian ist eine Charakterart der Pflanzengesellschaften des Verbands Caricion davallianae, kommt aber auch im Parnassio-Caricetum aus dem Verband Caricion fuscae vor. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 4+w+ (nass aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 2+ (unter-subalpin und ober-montan), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental). Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Der Sumpfenzian gilt in den westlichen Alpen, im nördlichen Alpenvorland sowie im pannonischen Gebiet als „gefährdet“. Im Jahr 2006 gab es zerstreute Funde in der Weißen Tatra (Slowakei) auf 1000 bis 1500 Meter sowie in der Westtatra. 2011 wurde er noch im polnischen Riesengebirge (Karkonosze) auf 1000 bis 1200 Meter gefunden. Isolierte Vorkommen befinden sich in Deutschland unter anderem: in Brandenburg im Bereich des Tegeler Fließes; in Mecklenburg-Vorpommern unter anderem im Naturschutzgebiet Quaßliner Moor, im Naturschutzgebiet Landgrabenwiesen bei Werder, im Umfeld des Flachsees Spukloch bei Waren-Müritz sowie im Peenetal; im Bayerischen Wald (Großer Falkenstein); im Südschwarzwald (Feldberg). Swertia perennis ist in Deutschland besonders geschützt nach Bundesartenschutzverordnung, Anlage 1.
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Die Bestäubung erfolgt vor allem durch Fliegen und Käfer.
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Die Erstveröffentlichung von Swertia perennis erfolgte 1753 ebenfalls durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, S. 226. Je nach Autor gibt es etwa zwei Varietäten: Swertia perennis L. var. perennis: Sie kommt in Europa bis zum Kaukasusraum, im nordöstlichen China, in Japan, auf den Aleuten und in den westlichen und westlich-zentralen Vereinigten Staaten vor. Swertia perennis var. cuspidata Maxim.: Sie kommt nur von den südlichen Kurilen bis Japan vor.
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