Pflanzenwissen · Art
Der Gemeine Flieder oder Gewöhnliche Flieder ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) gehört.
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Lilac caerulea (Jonst.) Lunell, Lilac cordatifolia Gilib., Lilac suaveolens Gilib.,
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Der Gemeine Flieder oder Gewöhnliche Flieder ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) gehört. Veraltete Bezeichnungen für den Gemeinen Flieder sind Syringe und Lilach.
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Die Pflanze wächst als sommergrüner Strauch oder kleiner Baum mit Wuchshöhen zwischen 2 und 6 Meter. Der Stammdurchmesser erreicht bis zu 20 Zentimeter. Die rundlichen Zweige haben eine graue oder braungrüne Rinde, die an den Ästen und am Stamm längsrissig ist. Die gegenständig angeordneten Laubblätter werden zwischen 5 und 12 Zentimeter lang und sind 1 bis 3 Zentimeter gestielt. Die dreieckigen bis leicht herzförmigen und kahlen Blätter sind zugespitzt und ganzrandig. Die stark riechenden, vierzähligen, zwittrigen und kurz gestielten Blüten mit doppelter Blütenhülle stehen in dichten, endständigen Rispen. Die Krone ist stieltellerförmig. Es sind nur 2 kurze, fast sitzende Staubblätter in der Kronröhre und ein oberständiger, zweikammeriger und kahler Fruchtknoten mit kurzem Griffel und zweilappiger Narbe vorhanden. Blütezeit ist von April bis Mai. Die typischen Blütenfarben sind Schattierungen von bläulichem und rötlichem Violett in vielen Abstufungen, von zarten Pastelltönen bis zu dunklen Nuancen, außerdem Weiß und Rosa. Nach den Blüten wurden die Farbnamen „Lila“ (aus dem Französischen) und „Flieder“ benannt; unter dem letzteren Begriff versteht man ein helles bis mittleres Violett. Als Früchte werden längliche, zweiklappige, bräunliche, holzige, spitze und viersamige Kapseln mit beständigem Kelch gebildet. Die abgeflachten Samen sind rundum kurz geflügelt und bis etwa 1 Zentimeter lang. Die Fruchtreife setzt ab September ein. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 38, 44 oder 46.
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Das recht schwere und harte, seltene und schöne Holz kann z. B. zum Drechseln oder Schnitzen verwendet werden.
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etabliert
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Weitere
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Telemark, Vest Agder, Vestfold, Østlandet, Global, Albanien, Bulgarien, Yugoslavia, Griechenland, Rumänien, Akershus, Aust Agder, Buskerud
Der Gemeine Flieder ist in Südosteuropa und Vorderasien verbreitet. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet reicht vom zentralen Albanien bis zum nördlichen Rumänien. Nach POWO hat die Art ursprüngliche Vorkommen im früheren Jugoslawien, Rumänien, Bulgarien und Griechenland. Die Art wird häufig in zahlreichen Gartensorten angepflanzt und ist vielfach an Felshängen oder Bahndämmen eingebürgert. Sie ist ein Neophyt in einigen Ländern Europas, Asiens und Nordamerikas. Als Standort werden lichte Wälder und Gebüsche bevorzugt. Nach Oberdorfer kommt die Art in Mitteleuropa in Gesellschaften des Verbands Berberidion vor. Sie steigt in Südtirol bis 1520 Meter Meereshöhe auf. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental). Das Bundesamt für Naturschutz schätzt den Gemeinen Flieder als invasive Art ein und hat ihn auf die Managementliste der Schwarzen Liste invasiver Arten gesetzt, da er einheimische Arten verdrängen kann.
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