Pflanzenwissen · Art
Die Winterlinde, auch Steinlinde, Kleinblättrige Linde, „Herzblättrige Linde“ oder auch „Herzblattlinde“ genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Linden (Tilia) in der Unterfamilie der Lindengewächse (Tilioid…
Pflege
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Sortenvielfalt
Tilia cordata subsp. nasczokinii
Tilia cordata subsp. nasczokinii (Stepanov) Shekhovts. & KosterinTilia cordata subsp. sibirica
Tilia cordata subsp. sibirica (Bayer) PigottMarktplatz
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Belege
Tilia borbasiana Braun.
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Die Winterlinde, auch Steinlinde, Kleinblättrige Linde, „Herzblättrige Linde“ oder auch „Herzblattlinde“ genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Linden (Tilia) in der Unterfamilie der Lindengewächse (Tilioideae) innerhalb der Familie der Malvengewächse (Malvaceae).
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Vegetative Merkmale Die Winterlinde ist ein sommergrüner Laubbaum der Wuchshöhen bis über 30 Meter erreichen kann. Der Stammdurchmesser erreicht bis über 2 Meter. Sie kann über 1000 Jahre alt werden. Ihre Krone ist hochgewölbt und oft leicht unregelmäßig gestaltet. Die Rinde ist bei jungen Bäumen auffällig glatt und grau, später wird sie mehr braungrau und gliedert sich in verschiedene flache, längs verlaufende Furchen und Leisten. Die Äste sind steil nach oben gerichtet, lediglich bei älteren Bäumen neigen sie sich zum Teil nach unten oder zur Seite. Die Rinde der Zweige ist bräunlich-rot mit helleren Lentizellen, unbehaart oder beinahe kahl. Die eiförmigen, glatten, glänzend rotbraunen Knospen besitzen nur zwei ungleich große Knospenschuppen. Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Bei der einfachen Blattspreite wirkt der Umriss bei einer Länge von ungefähr 6 Zentimetern sowie einer Breite von etwa 5 Zentimetern fast kreisrund. Sie endet in einer sehr kurzen, schlanken und deutlich erkennbaren Spitze, ist am Grund herzförmig eingeschnitten und manchmal leicht schief. Der Rand ist regelmäßig gesägt und nach oben gebogen. Die Blattoberseite ist dunkelgrün glänzend, die Unterseite blaugrün. In den Achseln der Blattnerven befinden sich rostbraune Haarbüschel (Domatien). Generative Merkmale Die Blütezeit reicht von Juni bis Juli. Jeweils vier bis zwölf Blüten befinden sich einem hängenden oder allseits abstehenden doldentraubigen Blütenstand. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die je fünf Kelch- und Kronblätter sind weißlich. Es sind viele Staubblätter vorhanden. Die anfangs pelzig behaarte, im Spätherbst oft kahle Kapselfrucht, nach anderer Ansicht Nüsschen, ist bei einem Durchmesser von 5 bis 7 Millimetern kugelig und hat keine hervorstehenden Rippen. Sie lässt sich im Gegensatz zu den Früchten der Sommerlinde leicht zerdrücken. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 82–86. Frisch gepflanzte Winterlinde Blattunterseite mit der typischen rostroten Behaarung Blüten der Winterlinde mit Baumhummel Zweig mit Laubblättern und Blütenständen Reife Diasporen
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Zierpflanze Die Winterlinde wird häufig als Straßen- und Parkbaum verwendet. Imkerei In der Imkerei ist sie aufgrund des sehr hohen Zuckergehalts ihres Nektars (30–74 %) und seines hohen Zuckerwerts (bis zu 3,57 mg Zucker/Tag je Blüte) eine geschätzte Tracht. Sie ist eine hervorragende Nektarquelle für Bienen, Honigerträge bis etwa 2,5 kg je Baum und Blühsaison sind möglich. Vom Lindenblütenhonig ist der „Lindenhonig“ zu unterscheiden; dieser enthält auch auf Honigtau zurückzuführende Anteile. Pharmakologische Verwendung Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Als Heildroge dienen die getrockneten Blütenstände (Tiliae flos). Teezubereitungen aus der Droge werden bei Erkältungskrankheiten und damit verbundenem Hustenreiz eingesetzt. Während die Hustenreiz lindernde Wirkung durch den 10%igen Gehalt an Schleimstoffen (überwiegend Arabinogalactane) erklärbar ist, konnte für die Anwendung als schweißtreibendes Mittel bei fieberhaften Infekten bis heute kein bestimmter Inhaltsstoff als Erklärung gefunden werden. Der Schwitzeffekt ist in diesem Fall wohl auf die Einnahme des heißen Teewassers zurückzuführen. Verwendung des Holzes und des Bastes → Hauptartikel: Lindenholz Das Holz der Winterlinde unterscheidet sich nicht vom Holz der Sommerlinde und der Holländischen Linde. Bei der Verwendung des Holzes wird daher nicht zwischen diesen Arten unterschieden. Die Hauptnutzung des Lindenholzes liegt in der Bildhauerei, der Schnitzerei und Drechslerei. Vor allem die berühmten Werke der Spätgotik, so von Tilman Riemenschneider oder Veit Stoß, wurden häufig aus Lindenholz hergestellt. Mittlerweile wird für Schnitzarbeiten jedoch häufiger das leichter beschaffbare Holz der Weymouths-Kiefer (Pinus strobus) eingesetzt. Das Lindenholz bzw. dessen Kohle wurde früher wie die Rinde (Bast bzw. Periderm) auch in der Heilkunde eingesetzt. Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Lindenbast, das heißt die Sklerenchymstränge des sekundären Phloems, wurde schon in den Pfahlbauten der Steinzeit zur Herstellung geflochtener Gebrauchsgüter verwendet. Lindenbast verwendet man noch als Gärtnerbast und zum Basteln.
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Die Blüten sind vormännliche „Nektar führende Scheibenblumen“. Sie duften nach Honig. Der Nektar wird auf den hohlen Kelchblättern abgeschieden und ist von Haaren überdeckt. Abends und nachts wird der meiste Nektar abgeschieden. Die Narbe ist schleimig. Hauptbesucher sind Bienen und Nachtfalter. Entgegen früheren Angaben ist der Nektar ungiftig (siehe Tilia tomentosa). Die Winterlinde ist eine wichtige Pollenquelle für Honigbienen. Der Pollen kann vom Wind übertragen werden und dann u. a. Heuschnupfen verursachen. Ein Baumexemplar kann bis zu 60.000 Blüten tragen. Die Diaspore (Ausbreitungseinheit) ist der Fruchtstand, dessen Stiel bis zur Hälfte mit dem zungenförmigen Vorblatt verwachsen ist (Rekauleszenz). Der Fruchtstand trägt fünf bis sieben ein- bis zweisamige Nüsse. Er wird als Drehflügler durch den Wind ausgebreitet. Die Fruchtreife ist im September, wobei der Fruchtstand als Wintersteher an der Pflanze verbleibt. Im nächsten Frühjahr erfolgt die Keimung oberirdisch (epigäisch). Aber selbst noch grün geerntete Früchte können auch sofort keimen. Die Keimblätter (Kotyledonen) sind ausnahmsweise handförmig gelappt.
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terrestrisch
langlebig
mesotroph
kuschel
Heimisch
Belgien (Flanders), Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden
Eingeführt
Kanada (New Brunswick), Irland, Portugal, Usbekistan, Illinois, New York, Maryland, Vermont
Weitere
Dänemark, Norwegen, Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), Vereinigte Staaten (Vermont-US), Farsund, Forsand, Froland, Gjerstad, Gyland, Halse, Hedrum, Hjelmeland
Hyggen, Jondal, Kinsarvik, Kvam, Kyrkjebø, Larvik, Laudal, Lunde, Lyngdal, Modalen, Randesund, Siljan, Strandvik, Suldal, Sør Audendal, Tjølling, Ulensvang, Ulvik, Øst Moland, Bærum, Norderhov, Dypvåg, Solum, Sødeled, Global, Albanien, Altay, Österreich, Baltic States, Belarus, Belgien, Bulgarien, Central European Rus, Corse, Czechoslovakia, East European Russia, Finnland, Frankreich, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Griechenland, Ungarn, Iran, Italien, Kasachstan, Krasnoyarsk, Krym, Niederlande, North Caucasus, North European Russi, Northwest European R, Polen, Rumänien, South European Russi, Spanien, Schweden, Schweiz, Transcaucasus, Turkey-in-Europe, Ukraine, West Siberia, Yugoslavia, Flosta, Andebu, Brandbu, Balestrand, Bjelland, Breim, Brunlanes, Bygland, Eid, Etne, Farris
Die Winterlinde ist in Europa weit verbreitet. Ihr Areal erstreckt sich über Europa hinaus bis in den Kaukasusraum und nach Westsibirien. Sie kommt vorwiegend in den Mittelgebirgen vor, im nördlichen Tiefland ist sie seltener. Es gibt Fundortangaben für Deutschland, Österreich, Liechtenstein, die Schweiz, Italien, Korsika, Frankreich, Spanien, das Vereinigte Königreich, die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, den europäischen Teil Russlands, Polen, Kaliningrad, Estland, Lettland, Litauen, Belarus, die Ukraine, die Krim, Tschechien, Ungarn, die Slowakei, Slowenien, Kroatien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Albanien, Rumänien, Nordmazedonien, Griechenland, den europäischen Teil der Türkei, Moldawien, Georgien, Armenien, Aserbaidschan, die Region Krasnodar, Kabardino-Balkarien, Inguschetien, Dagestan, Stavropol, Nordossetien-Alanien, Chechnya, Ciskaukasien, den südlichen Teil Westsibiriens und den zentralasiatischen Teil Russlands. Sie ist in Mitteleuropa zerstreut in sommerwarmen Eichen-Hainbuchen-Wäldern auf frischen und meist tiefgründigen Böden zu finden. Besonders oft kommt sie in Mitteleuropa im Galio-Carpinetum aus dem Verband Carpinion, kommt aber auch in Pflanzengesellschaften der Verbände Tilio-Acerion, Quercion roboris oder Alno-Ulmion vor. Die Winterlinde steigt in den Nordalpen bis in eine Höhenlage von 1360 Metern, in den Zentralalpen bis 1500 Metern und in den Südalpen bis 1450 Metern auf. Im Kaukasusraum kommt sie in Höhenlagen von 1400 bis 2000 Metern vor. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+ (frisch), Lichtzahl L = 2 (schattig), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).
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