Pflanzenwissen · Art
Der Hasen-Klee bzw.
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Trifolium agrestinum Jord.
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Der Hasen-Klee bzw. Hasenklee oder Ackerklee ist eine Pflanzenart aus der Gattung Klee (Trifolium) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).
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Der Hasen-Klee ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimetern erreicht. Der Stängel ist aufrecht und oft ausladend verzweigt. Die Pflanzenteile sind meist stark behaart. Der Hasen-Klee besitzt oft eine ziemlich lange Pfahlwurzel. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die gefiederte Blattspreite ist dreiteilig gefingert. Die drei graugrünen Fiederblättchen sind relativ schmal, sie sind 1 bis 2 Zentimeter lang und 2 bis 4 (bis 5) Millimeter breit. Die Nebenblätter sind aus einem lanzettlichen Grund lang pfriemenförmig zugespitzt. Der Blattstiel ist oft zwischen den Nebenblättern verborgen. Hasen-Klee kann von den anderen Klee-Arten gut durch die rosaroten, behaarten köpfchenförmigen Blütenstände unterschieden werden. Die Blütezeit ist Mai bis Juli. Die lang gestielten, köpfchenförmigen Blütenstände des Hasen-Klees sind etwa 1 cm breit und 1 bis 2 cm hoch. Die Blüten sind ungestielt. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind zu einem 5 bis 7 mm langen, lang zottig behaarten und rötlichen Kelch verwachsen. Die fünf Kronblätter sind nicht alle verwachsen, sie sind zunächst weiß, später blassrosa. Die Blütenkrone besitzt die typische Form der Schmetterlingsblüte und ist kürzer oder höchstens gleich lang wie der Kelch. Hierdurch entsteht das charakteristische rosarote und zottige Aussehen der Blütenköpfchen. Von den zehn Staubblättern sind neun miteinander verwachsen. Die 1 bis 1,5 mm lange und 0,5 bis 1 mm breite Hülsenfrucht springt wenig auf und enthält nur ein bis zwei Samen. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14.
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Der Hasen-Klee ist ein Therophyt. Er wurzelt bis 40 Zentimeter tief. Blütenökologisch handelt es sich um nektarführende Schmetterlingsblumen mit Klappmechanismus. Die Bestäubung erfolgt durch Bienen und Hummeln, seltener durch Schmetterlinge, Sandwespen und Fliegen; auch spontane Selbstbestäubung ist erfolgreich. Diasporen (Ausbreitungseinheit) sind zunächst die von den auffällig fedrig behaarten Kelchen umhüllten Hülsenfrüchte; diese dienen als Flugorgan und sind ausgeprägte Schopfflieger. Da die Haare hygroskopische Bewegungen ausführen, ist auch eine Haftausbreitung möglich. Später werden die Samen entlassen und breiten sich so weiter aus.
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Die Erstveröffentlichung von Trifolium arvense erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus 2, S. 769. Trifolium arvense gehört zur Untersektion Arvensia aus der Sektion Trifolium in der Gattung Trifolium.
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oligotrophic
terrestrial
shortlived
sedentary
eurytopic
cuddly
Heimisch
Belgien (Flanders), Dänemark, Finnland, Norwegen, Portugal (Madeira), Schweden
Eingeführt
Australien, Kanada (Labrador), Chile, Kroatien, Ecuador, Falklandinseln, Finnland, Frankreich (Saint Pierre and Miquelon), Japan, Portugal (Açores), Russland, Südafrika
Schweden, Kentucky, Alabama, Altay, Amur, Argentina Northeast, Argentina South, Arkansas, California, Cape Provinces, Chatham Is., Chile Central, Kolumbien, Georgia, Haiti, Hawaii, Illinois, Iowa, Irkutsk, Khabarovsk, Krasnoyarsk, Kuril Is., Maryland, Minnesota, Mississippi, Missouri, Nansei-shoto, New South Wales, New York, New Zealand North, New Zealand South, Newfoundland, North Carolina, Oregon, Primorye, Queensland, Sakhalin, South Australia, South Carolina, Sri Lanka, Tasmania, Tennessee, Uruguay, Vermont, Victoria, Virginia, Washington, Western Australia, Wisconsin, Portugal (Corvo Island)
Weitere
Chile (O'Higgins Region, Maule Region, Biobío Region, Araucanía Region, Aysén Region, Region of Magallanes and Antártica Chilena, Los Ríos Region), Dänemark, Norwegen, Vereinigte Staaten (Vermont-US), Vereinigte Staaten (Hawaii), Vereinigte Staaten (conterminous 48 United States), Ukraine, Lebanon-Syria, Libyen, Madeira, Sardegna, Sicilia
West Siberia, Turkey, Turkmenistan, Yugoslavia, Marokko, Albanien, Algerien, South European Russi, Niederlande, Spanien, Sudan, Österreich, Azores, Baleares, Baltic States, Belarus, Belgien, Bulgarien, Schweden, Canary Is., Schweiz, Central European Rus, North Caucasus, North European Russi, Corse, Czechoslovakia, Dschibuti, East Aegean Is., East European Russia, Eritrea, Äthiopien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Griechenland, Ungarn, Iran, Irak, Irland, Italien, Kasachstan, Northwest European R, Kriti, Krym
Der Hasen-Klee ist ein europäisch-westasiatisches Florenelement. Er kommt fast in ganz Europa und rund ums Mittelmeer vor und fehlt nur in Island. Das Areal des Hasen-Klee erstreckt sich vom nordwestlichen Afrika im Süden bis Großbritannien und Skandinavien im Norden; östlich erstreckt sich sein Verbreitungsgebiet bis ins südliche Russland, Westsibirien, und den nördlichen Iran. Der Hasen-Klee ist in weiten Teilen der Welt ein Neophyt. Er fehlt in den mitteleuropäischen Mittelgebirgen mit kalkhaltigem Gestein, in den höheren Mittelgebirgen, im Alpenvorland und in den Alpen etwa oberhalb 1000 Metern gebietsweise; sonst kommt er in Mitteleuropa zerstreut vor. Er gedeiht in Mitteleuropa in Gegenden mit relativ mildem Klima. In Graubünden und im Wallis wurde die Art noch bei 1650 Metern Meereshöhe beobachtet. Der Hasen-Klee besiedelt in Mitteleuropa ziemlich häufig lückige Magerrasen, Sandfelder und Felsköpfe, Wegränder, Sandwege und Dämme, in Brachland und Äcker (beispielsweise Hackfruchtäcker). Der Hasen-Klee gedeiht am besten auf lockeren feinerdearmen, ziemlich trockenen, kalkarmen und daher etwas bis mäßig sauren, rohen, sandigen oder steinig-grusigen Böden. Nach Ellenberg ist er eine Lichtpflanze, ein Trockniszeiger, stickstoffärmste Standorte anzeigend und in Mitteleuropa eine Klassencharakterart lockerer Sand- und Felsrasen (Sedo-Scleranthetea). Er kommt aber auch in Gesellschaften des Verbands Aperion vor oder in lückigen Gesellschaften der Klasse Festuco-Brometea, ist aber im Mittelmeergebiet eine Art der Ordnung Helianthemetalia guttati. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 1+ (trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental), Salztoleranz 1 = tolerant.
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