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Der Persische Ehrenpreis ist eine Pflanzenart aus der Gattung Ehrenpreis (Veronica) in der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Sie ist eine der in vom Menschen geprägten Landschaften häufigsten Arten der Gattung Ehrenpreis (Veronica).
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Vegetative Merkmale Beim Persischen Ehrenpreis handelt es sich um eine einjährige oder einjährig überwinternde krautige Pflanze. Es handelt sich um eine relativ kräftige Pflanze, die auf dem Boden niederliegend bis aufsteigend wächst, jedoch an ihrem Stängel nicht wurzelt. Die Stängel erreichen Längen von 10 bis 40 Zentimetern. Im unteren Bereich des Stängels sind die Laubblätter gegenständig, im oberen Bereich wechselständig angeordnet. Die einfachen Blattspreiten sind grob gekerbt, mit einem herzförmigen Grund, und sind stark netznervig. Generative Merkmale Die Blüten des Persischen Ehrenpreises stehen einzeln in den Blattachseln. Die Tragblätter unterscheiden sich von den unteren Stängelblättern nur darin, dass sie kleiner sind. Die Blütenstiele sind relativ lang. Die zwittrigen Blüten besitzen einen Durchmesser von 8 bis 10 Millimetern und sind schwach zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Der Kelchzipfel ist ei-lanzettlich. Die Krone ist himmelblau mit gelbweißem Schlund und 8 bis 12 Millimeter breit. Auch die meist reichlich vorhandenen, mehrsamigen Kapselfrüchte stehen lang gestielt vom Stängel ab, überragen ihre Tragblätter weit und sind dadurch meist recht auffällig. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.
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Veronica persica var. aschersoniana
Veronica persica var. aschersoniana (Lehm.) B.BoivinVeronica persica var. corrensiana
Veronica persica var. kochiana GodronVeronica persica var. persicaDeutsch
Persischer Ehrenpreis · Tourneforts Ehrenpreis
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Inserat erstellen →Ursprünglich stammt der Persische Ehrenpreis aus dem Kaukasusraum und aus dem Iran. Er wurde in Europa zunächst nur in Botanischen Gärten gehalten. Im 19. Jahrhundert (wahrscheinlich 1805) ist er dann, angeblich aus dem Botanischen Garten Karlsruhe, verwildert und hat sich über ganz Mitteleuropa ausgebreitet. Er wächst an allen ihm zusagenden Standorten in von Menschen geprägten Landschaften. Der Persische Ehrenpreis besiedelt häufig Unkrautfluren, vor allem gehackte Äcker, Weinberge und Gärten, auch Getreidefelder und Wege. Er gedeiht am besten auf offenen, nährstoffreichen Böden, oft an etwas wärmeren Standorten, und ist ein Lehmzeiger. Nach Ellenberg ist er ein Frischezeiger, ein Schwachsäure- bis Schwachbasezeiger, wächst an stickstoffreichen Standorten und ist eine Ordnungscharakterart Nährstoffreicher Acker- und Garten-Beikrautfluren (Polygono-Chenopodietalia). Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 3+ (unter-montan und ober-kollin), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).
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Der Persische Ehrenpreis ist ein Therophyt. Vegetative Vermehrung erfolgt durch bis zu 40 Zentimeter lange Ausläufer. Er wurzelt bis zu 20 Zentimeter tief. Die Blütezeit reicht von Februar bis Oktober, der Persischen Ehrenpreis kann aber bei passenden Temperaturen auch mitten im Winter blühen. Die Blüten sind vorweiblich. Sie blühen zuweilen auch in den Wintermonaten und werden von Insekten bestäubt. Auch Selbstbestäubung findet statt. Die Fruchtstiele wenden sich vom Licht ab (sie sind negativ phototrop) und wachsen vor der Fruchtreife stark in die Länge. Damit schieben sie die Kapselfrüchte in die Ritzen des Substrates hinein. Die Samen haben ein kleines Elaiosom und werden durch die Schwarze Wegameise (Lasius niger) ausgebreitet, daneben erfolgt Menschenausbreitung z. B. über Gartenerde. Fruchtreife ist von August/September bis Oktober.
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