Pflanzenwissen · Art
Die Feinblättrige Wicke oder Feinblatt-Vogel-Wicke, auch Schmalblättrige Vogelwicke genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Wicken (Vicia) in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae).
Pflege
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Sortenvielfalt
Vicia tenuifolia subsp. atroviolacea
Vicia tenuifolia subsp. atroviolacea (Bornm.) Greuter & BurdetVicia tenuifolia subsp. delmasii
Vicia tenuifolia subsp. delmasii (Emb. & Maire) DobignardVicia tenuifolia subsp. subalpina
Vicia tenuifolia subsp. subalpina (Grossh.) ZernovVicia tenuifolia subsp. tenuifoliaVicia tenuifolia subsp. variabilis
Vicia tenuifolia subsp. variabilis (Freyn & Sint.) Dinsm.Vicia tenuifolia subsp. villosa
Vicia tenuifolia subsp. villosa (Batt.) GreuterMarktplatz
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Belege
Cracca tenuifolia (Roth) Gren. & Godr., Cracca tenuifolia (Roth) Opiz
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Die Feinblättrige Wicke oder Feinblatt-Vogel-Wicke, auch Schmalblättrige Vogelwicke genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Wicken (Vicia) in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae).
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Vegetative Merkmale Die Feinblättrige Wicke wächst als ausdauernde krautige Pflanze. Der schlanke Stängel ist etwa 60 bis 150 cm hoch und wie die Laubblätter kurz anliegend behaart, kann aber auch mehr oder weniger kahl sein. Die wechselständigen Laubblätter sind paarig gefiedert mit meist 9 bis 14 Paaren von Fiederblättchen. Die Fiederblättchen sind bei einer Länge von 1 bis 2,5 cm lang und einer Breite von 2 bis 4 mm schmal-lanzettlich bis lineal. Sie sind mehr oder weniger spitz und fast parallelnervig. Die Nebenblätter sind klein und schmal. Blütenstände, Blüten, Früchte und Samen Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Die Blütenstände sind mit Stiel 1,5-mal bis doppelt so lang wie das Tragblatt und enthalten in der Regel 10 bis 25 Blüten. Die schwach duftenden Blüten sind zwittrig, zygomorph und 12 bis 15 mm lang. Die unteren Kelchzähne sind dreieckig-lanzettlich geformt. Die meist lebhaft violette, purpurviolette bis lilafarbene Krone besitzt die typische Form der Schmetterlingsblütler. Die Fahne ist viel länger als die Flügel und die Ausrandung der Fahne ist tiefer als 1 mm. Die Platte bis zu zweimal so lang wie der Nagel (Breitenverhältnis Platte/Nagel > 1,1, Längenverhältnis > 1,25). Die Stielchen der Früchte sind nur etwa so lang wie die Kelchröhre. Die Hülsenfrüchte sind etwa 2 bis 3 cm lang und 6 mm breit. Die Samen sind größer und meist dunkler braun als bei Vicia cracca. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.
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Bodenausläufer ermöglichen eine vegetative Vermehrung. Die Art ist ein Tiefwurzler. Die Bestäubung erfolgt durch Bienen, vor allem der Gattung Osmia. Bei der Feinblättrigen Wicke erfolgt Selbstausbreitung.
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Heimisch
Belgien, Dänemark, Portugal (Portugal Continental), Schweden
Eingeführt
Belgien, Bulgarien, Frankreich, Niederlande (The Netherlands), Norwegen, Russland, Schweden, Vereinigtes Königreich (Great Britain), Niederlande, Vereinigtes Königreich, Hawaii
Weitere
Dänemark, Finnland, Norwegen, Ungarn, Iran, Irak, Italien, Kasachstan, Kirgizstan, Korea, Krasnoyarsk, Kriti
Krym, Lebanon-Syria, Mongolei, Marokko, Nepal, North Caucasus, North European Russi, Northwest European R, Pakistan, Palestine, Polen, Portugal, Rumänien, Sardegna, Sicilia, South European Russi, Spanien, Schweden, Schweiz, Tadzhikistan, Transcaucasus, Turkey-in-Europe, Turkey, Tuva, Ukraine, Usbekistan, Vietnam, West Himalaya, West Siberia, Xinjiang, Yugoslavia, Afghanistan, Albanien, Algerien, Altay, Österreich, Baltic States, Belarus, Belgien, Bulgarien, Central European Rus, China South-Central, Corse, Czechoslovakia, East Aegean Is., East European Russia, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Global
Das ursprüngliche Areal der Feinblättrigen Wicke reicht von Portugal bis zur Mongolei mit Marokko, Algerien und Korea. Die Feinblättrige Wicke kommt im gesamten Mittelmeerraum vor, nach Norden bis Frankreich, Süddeutschland, südliches Skandinavien, nach Osten bis Russland und Sibirien. Sie kommt in Mitteleuropa häufig bis sehr zerstreut vor. In Österreich kommt die Feinblättrige Wicke im Pannonischen Gebiet häufig, sonst zerstreut bis selten in der collinen bis submontanen Höhenstufe vor und gilt im Alpengebiet und im nördlichen Vorland der Alpen als gefährdet. In Österreich gibt es Vorkommen in den Bundesländern Burgenland, Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, Salzburg und Tirol. Die Feinblättrige Wicke ist in Deutschland nicht urwüchsig, kann jedoch als eingebürgert gelten (Archäophyt). Der erste literarische Nachweis für das Gebiet von Baden-Württemberg findet sich bei Georg von Martens (1823). Vicia tenuifolia wächst sehr zerstreut im mittleren und südlichen Teil Deutschlands. In der Schweiz ist die Feinblättrige Wicke allgemein zerstreut aufzufinden. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2w (mäßig trocken aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental). Die Feinblättrige Wicke wächst in trockenen Mager- und Fettwiesen, an Ackerrainen, in Hecken und lichten Wäldern. Sie gedeiht auf warmen, trockenen, etwas nährstoffreichen, meist kalkhaltigen, humosen, steinigen oder reinen Löß- und Lehmböden. Sie ist eine Charakterart des Campanulo-Vicietum tenuifoliae aus dem Verband Geranion sanguinei.
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