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Das Wald-Veilchen ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Veilchen (Viola) innerhalb der Familie der Veilchengewächse (Violaceae).
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Vegetative Merkmale Das Wald-Veilchen wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis zu 25 Zentimetern. Der deutlich ausgebildete Stängel ist kahl. Die grundständigen und am Stängel verteilt angeordneten Laubblätter sind kahl. Die Grundblätter sind bei einer Länge von mindestens 2 Zentimetern deutlich herzförmig. Die Stängelblätter sind meist länger als breit und deutlich schmaler als die Grundblätter. Die Blattspreite der Sommerlaubblätter ist spitz zulaufend und am Grund herzförmig. Der Blattrand ist gekerbt. Die Nebenblätter sind linealisch-lanzettlich und gefranst. Generative Merkmale Die Blüten stehen auf relativ langen Blütenstielen einzeln in den Blattachseln. Die zwittrige Blüte ist bei einer Länge von 1,5 bis 2 Zentimetern zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf unscheinbaren, 5,5 bis 8 Millimeter langen, spitzen Kelchblätter besitzen 0,4 bis 1,2 Millimeter lange Anhängsel, die zur Fruchtzeit nicht ausgerandet sind. Das untere Kronblatt besitzt violette Adern auf weißem Grund; sonst ist die Blütenfarbe hellviolett. Der hellviolette, ungefurchte Blütensporn ist 3 bis 6 Millimeter lang mit gerundetem Ende. Der Fruchtstiel ist aufrecht. Die Kapselfrucht ist spitz und kahl. Die Samen sind ockerfarben. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20.
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Fundortangaben für Viola reichenbachiana gibt es für Deutschland, die Schweiz, Österreich, Polen, Ungarn, das Vereinigte Königreich, Irland, Belgien, Luxemburg, die Niederlande, Dänemark, Schweden, Estland, Litauen, Lettland, Belarus, die Ukraine, den europäischen Teil Russlands, Moldau, die Slowakei, Tschechien, das ehemalige Jugoslawien, Albanien, Bulgarien, Rumänien, Griechenland, Italien, Sardinien, Sizilien, Korsika, Frankreich, das nördliche Spanien, Algerien, Marokko, die Türkei (nur Bolu, Rize), den indischen Bundesstaat Jammu, Kaschmir und Pakistan. Häufige Standorte des Wald-Veilchens sind mäßig lichte Wälder auf frischen, nährstoffreichen, neutralen bis mäßig sauren, humosen Lehmböden. Sie ist eine Mullbodenpflanze. Pflanzensoziologisch ist das Wald-Veilchen in Mitteleuropa eine Charakterart der Ordnung Fagetalia. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 2 (schattig), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 3 (montan), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).
Deutsch
Wald-Veilchen
Englisch
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