Pflanzenwissen · Art
Vitis amurensis, auch Amur-Rebe genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Weinreben (Vitis) innerhalb der Familie Weinrebengewächse (Vitaceae).
Pflege
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Sortenvielfalt
Vitis amurensis var. dissecta
Vitis amurensis var. dissecta Skvorts.Vitis amurensis var. funiushanensis
Vitis amurensis var. funiushanensis F.S.WangMarktplatz
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Belege
Vitis amurensis f. hermaphrodita J.Y.Li, Vitis amurensis var. genuina Skvortsov, Vitis amurensis var. shiragae (Makino) Ohwi, Vitis choii Hatus.
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Vitis amurensis, auch Amur-Rebe genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Weinreben (Vitis) innerhalb der Familie Weinrebengewächse (Vitaceae). Diese Wildreben-Art kommt mit zwei Varietäten nur im östlichen Asien vor.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Erscheinungsbild und Ranke Vitis amurensis wächst als kletternder Strauch bis Liane. Die Rinde der stielrunden Zweige ist anfangs spärlich mit spinnenförmigen Haaren (Trichomen) wollig bedeckt und ist später kahl. Die gegenüber den Laubblättern inserierten Ranken sind zwei- oder dreigabelig. Blatt Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der 4 bis 14 cm lange Blattstiel ist anfangs spärlich mit spinnenförmigen Haaren wollig bedeckt und verkahlt manchmal. Die einfachen gelappten Blattspreite sind bei einer Länge von 6 bis 24 cm und einer Breite von 5 bis 21 cm breit eiförmig mit herzförmigem Spreitengrund. Die Blattlappen besitzen gerundete bis stumpfe, selten spitze Einbuchtungen und spitze bis zugespitzte obere Enden. Der Blattrand besitzt etwas unregelmäßig auf jeder Seite 28 bis 36 scharfe Zähne. Die Blattoberseite ist anfangs spärlich mit spinnenförmigen Haaren wollig bedeckt und verkahlt dann. Die fünf basalen Nerven und fünf oder sechs Paare Seitennerven sind auf der Blattoberseite deutlich bis etwas eingesenkt und auf der Blattoberseite deutlich erkennbar sowie mehr oder weniger erhaben, meist flaumig behaart oder verkahlend. Die häutigen, braunen Nebenblätter sind 4 bis 8 mm lang sowie 3 bis 5 mm breit mit glattem Rand und stumpfem oberen Ende. Blütenstand und Blüte Die Blütezeit reicht in China von Mai bis Juni. Der den Laubblättern gegenüber stehende, lockere, rispige Blütenstand ist 5 bis 13 cm lang. Die gut entwickelten Blütenstandsachsen sind anfangs spärlich mit spinnenförmigen Haaren wollig bedeckt und verkahlen manchmal. Die 2 bis 6 mm langen Blütenstiele sind kahl. Vitis amurensis ist polygam, zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Die Blütenknospen sind bei einer Länge von 1,5 bis 3 mm verkehrt-eiförmig mit gerundetem oberen Ende. Die meist funktional eingeschlechtigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der kahle Kelch ist 0,2 bis 0,3 mm lang mit fast glatten Rand. Die fünf Kronblätter sind an der Spitze verwachsen und heben sich beim Aufblühen als Ganzes mützenartig (Calyptra) ab. Der auffällige Diskus ist 0,3 bis 0,5 mm groß. Es ist nur der innere Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden. In männlichen Blüten sind die am Diskus inserierten Staubfäden fadenförmig und 0,9 bis 2 mm lang. Die gelben Staubbeutel sind bei einer Länge von 0,4 bis 0,6 mm eiförmig-elliptisch. In weiblichen Blüten sind die verkümmerten Staubblätter kurz. Der konische, oberständige, zweikammerige Fruchtknoten enthält je Fruchtknotenkammer zwei Samenanlagen. Der deutlich erkennbare Griffel ist an seiner Basis etwas verdickt und endet in einer etwas erweiterten Narbe. Frucht und Samen In China reifen die Früchte zwischen Juli und September. Die bei einer Länge von etwa 16 mm sowie einem Durchmesser von etwa 10 mm kugelige Beere enthält zwei bis vier Samen. Die verkehrt-eiförmigen Samen sind am oberen Ende gestutzt. Der Chalazalknoten ist elliptisch. Chromosomenzahl Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 38.
Wikipedia-Autoren · CC BY-SA · Quelle
Vitis amurensis wird wegen ihrer guten Pilz-Resistenz (beispielsweise gegen Mehltau und Echten Mehltau) bei der Unterlagenzüchtung als Kreuzungspartner oft verwendet. Vitis amurensis wurde als Vater bei in Ungarn durchgeführten Kreuzungen verwendet. Nach einigen Rückkreuzungen konnten sehr frostharte, ertragreiche Sorten für extreme Klimate erzielt werden. Die Früchte können roh oder gegart und für den Winter getrocknet genutzt und in Getränken verwendet werden. Die relativ kleinen Beeren besitzen einen etwas herben Geschmack und getrocknet sind sie meist bitter. Junge Blätter können als Gemüse zubereitet, z. B. gefüllt, werden. Junge Ranken kann man auch roh essen. Wie sehr viele andere Pflanzen auch wurde/wird auch Vitis amurensis auf etwaige medizinische Wirkungen untersucht. Wie bei sehr vielen anderen Pflanzen können einige Inhaltsstoffe, isoliert, unter Laborbedingungen, Wirkung auf bestimmte Krebszellen aufweisen. Ein gelber Farbstoff kann aus den frischen oder getrockneten Laubblättern gewonnen werden. Die Amurrebe kann an Pergolen und Wänden als Zierpflanze verwendet werden.
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Heimisch
Taiwan
Eingeführt
Armenien, Österreich, Tadzhikistan
Weitere
Norwegen, China North-Central, China Southeast, Inner Mongolia, Japan, Amur, Korea, Manchuria, Primorye, Khabarovsk